Ein Paket mit der Aufschrift "action medeor Erdbeben Venezuela" in einem Lager.
Aus dem Medikamentenlager von action medeor in Tönisvorst wurden mehrere Hilfslieferungen in die Erdbebenregion in Venezuela versendet. Foto: © action medeor

Nach dem Erdbeben in Venezuela: Hilfe kommt an – und geht weiter

action medeor setzt medizinische Nothilfe in Venezuela fort – Großspende der Rottendorf-Stiftung ermöglicht weitere Hilfslieferungen.

Wenige Wochen nach den schweren Erdbeben in Venezuela bleibt die Lage in den betroffenen Regionen angespannt. Viele Menschen benötigen weiterhin medizinische Hilfe, auch weil Gesundheitseinrichtungen beschädigt wurden und Medikamente fehlen. Das Medikamentenhilfswerk action medeor setzt seine Nothilfe deshalb fort. Eine Großspende der Rottendorf-Stiftung in Höhe von 50.000 Euro trägt entscheidend dazu bei, weitere dringend benötigte Medikamente und medizinische Hilfsgüter auf den Weg zu bringen.

Die ersten Hilfslieferungen von action medeor sind bereits in der besonders schwer betroffenen Küstenregion La Guaira im Einsatz, unter anderem im Hospital San José. Das Krankenhaus in der Provinzhauptstadt wurde durch das Erdbeben selbst beschädigt. Viele Patientinnen und Patienten können dort derzeit nur unter provisorischen Bedingungen behandelt werden, teils unter freiem Himmel. Die gelieferten Medikamente und medizinischen Materialien helfen, die Versorgung von Verletzten, Erkrankten und chronisch kranken Menschen aufrechtzuerhalten.

„Unsere Hilfe kommt dort an, wo sie dringend gebraucht wird. Die ersten Lieferungen werden bereits zur Behandlung von Menschen eingesetzt. Gleichzeitig sehen wir, dass der Bedarf auch Wochen nach der Katastrophe sehr groß bleibt. Deshalb bereiten wir weitere Hilfen vor.“

Sid Peruvemba

Vorstandssprecher von action medeor

Parallel zu den Hilfslieferungen aus Deutschland ist action medeor außerdem mit lokalen Organisationen in Kontakt, um die Bereitstellung von Nahrung, Trinkwasser und Hygieneartikeln in der Erdbebenregion zu unterstützen. Mittelfristig wird die „Notapotheke der Welt“, wie action medeor auch genannt wird, sich in der Wiederherstellung zerstörter Gesundheitsstrukturen engagieren.

Die Spende der Rottendorf-Stiftung in Höhe von 50.000 Euro ermöglicht action medeor, diese Hilfe schnell und gezielt auszubauen. „Die Unterstützung der Rottendorf-Stiftung ist ein starkes Zeichen der Solidarität mit den Menschen in Venezuela“, sagt Peruvemba. „Sie hilft uns, die medizinische Versorgung auch über die erste akute Phase hinaus sicherzustellen. Denn die Folgen des Erdbebens werden die Menschen vor Ort noch lange beschäftigen.“

action medeor bittet daher weiterhin um Spenden für die Nothilfe. Jede Unterstützung trägt dazu bei, Medikamente, medizinisches Material und weitere Hilfsgüter für die Menschen in Venezuela bereitzustellen. Spenden sind online unter www.medeor.de möglich, dort kann man auch seine Adresse für eine Spendenquittung hinterlassen. Klassisch geht es über IBAN DE78 3205 0000 0000 0099 93 bei der Sparkasse Krefeld, Spendenstichwort: „Nothilfe weltweit“.

Ihr Ansprechpartner

Dr. Markus Bremers

Dr. Markus Bremers
Stabsstelle Pressesprecher

Tel.: 02156 9788-178

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