Unter Leitung der Krefelder Bundestagsabgeordneten Ulle Schauws (in gelber Jacke) besuchte eine Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestags die Niederlassung von action medeor in Tansania und informierte sich über die Medikamentenversorgung und Maßnahmen zur Ebola-Prävention in Ostafrika. Foto: ©action medeor Info Unter Leitung der Krefelder Bundestagsabgeordneten Ulle Schauws (in gelber Jacke) besuchte eine Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestags die Niederlassung von action medeor in Tansania und informierte sich über die Medikamentenversorgung und Maßnahmen zur Ebola-Prävention in Ostafrika. Foto: ©action medeor Parlamentariergruppe besucht action medeor: Deutsche Unterstützung stärkt Gesundheitsstrukturen in Tansania Pressemitteilungen 05. November 2026 Medikamentenversorgung, Wissenstransfer, Labor- und Medizintechnik auf höchstem internationalem Qualitätsniveau – darum ging es bei dem Besuch einer Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages am tansanischen Standort von action medeor. Unter der Leitung der Krefelder Bundestagsabgeordneten Ulle Schauws (Bündnis 90 / Die Grünen), die sich ehrenamtlich im Beirat von action medeor engagiert, machte sich eine vierköpfige Delegation der Parlamentariergruppe Östliches Afrika ein Bild davon, wie deutsches zivilgesellschaftliches Engagement ganz konkret zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung in Tansania beitragen kann. In Kibaha, einer Stadt nahe Dar es Salaam, betreibt das Medikamentenhilfswerk action medeor ein großes Medikamentenlager, ein medizintechnisches Trainingszentrum und eine Produktionsanlage von Reagenzien zur Blutanalyse – die erste lokale Produktion dieser Art in Ostafrika. „Reagenzien sind speziell zusammengesetzte Flüssigkeiten, die zum Betrieb von Blutanalysegeräten in jedem Labor benötigt werden“, erläuterte Christoph Bonsmann, General Director Africa von action medeor, den Besuchern. „Erst mit Hilfe solcher Analysen können Ärzte verschiedene Krankheiten sicher diagnostizieren, daher ist die Verfügbarkeit von Reagenzien ein wichtiger Aspekt in der Gesundheitsversorgung“, machte Bonsmann deutlich. Gefördert wurde das Projekt durch das deutsche Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) im Rahmen des develoPPP Programms, das durch die Deutsche Entwicklungsgesellschaft (DEG) umgesetzt wurde. Doch die Reagenzienproduktion ist nur eine von mehreren Aktivitäten von action medeor in Tansania. Am Standort Kibaha betreibt das Hilfswerk außerdem ein Trainingszentrum für Medizintechnik und ein großes Medikamentenlager, das maßgeblich von der Rottendorf-Stiftung gefördert wurde. „Aus unserem Medikamentenlager versorgen wir Krankenhäuser und Gesundheitsstationen mit hochwertigen Arzneien nach internationalen Qualitätsstandards. Und in unseren Trainings zeigen wir den Teilnehmern unter anderem, wie man medizintechnische Geräte bedient, wartet und repariert“, erläuterte Christoph Bonsmann den Besuchern. Dadurch könne man helfen, die Ausfallzeiten von Diagnosegeräten in den Krankenhäusern spürbar zu verringern. Erst vor kurzem hat bei action medeor außerdem ein spezielles Training zur Ebola-Prävention für Angestellte im Gesundheitswesen stattgefunden. „Durch alle diese Aktivitäten wollen wir einen nachhaltigen Beitrag leisten bei der Gesundheitsversorgung der tansanischen Bevölkerung“, fasste Bonsmann zusammen und betonte, dass action medeor – auch durch die öffentliche Förderung und private Spenden aus Deutschland – mehr als 40 moderne Arbeitsplätze in Kibaha schaffen konnte. Die parlamentarische Delegation, der neben Ulle Schauws (Bündnis 90 / Die Grünen) auch Dr. Carsten Brodesser (CDU/CSU), Derya Türk-Nachbaur (SPD) und Clara Bünger (Die Linke) angehörten, zeigte sich nach ihrem Besuch bei action medeor beeindruckt. „Es war spannend zu sehen, wie hier entwicklungspolitische Ziele und zivilgesellschaftliches Engagement so erfolgreich miteinander kombiniert werden, dass es für die Menschen gut und hilfreich ist“, resümierte Ulle Schauws als Delegationsleiterin und Vorsitzende der Parlamentariergruppe ihre Eindrücke. „Dass mit deutscher Unterstützung Arbeitsplätze und Strukturverbesserungen im tansanischen Gesundheitswesen entstehen, die am Ende Menschenleben retten können, belegt sehr eindrücklich, dass entwicklungspolitische Maßnahmen wirken“, sagte Schauws weiter. „Die aktuelle Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo führt uns allerdings gerade drastisch vor Augen, wie fatal es ist, wenn Gelder für die Entwicklungszusammenarbeit gekürzt werden, gerade auch im Gesundheitsbereich. Viren kennen keine Grenzen. Umso wichtiger ist es, dass wir international zusammenarbeiten, um Gesundheitssysteme zu stärken und Epidemien zu bekämpfen." Der Besuch der Bundestagsabgeordneten bei action medeor war Teil einer Reise der Parlamentariergruppe Östliches Afrika nach Tansania und Ruanda. In beiden Ländern besuchten die Abgeordneten verschiedene Menschenrechtsorganisationen, Vertreterinnen und Vertreter der Entwicklungszusammenarbeit und der deutschen Außenwirtschaft sowie Parlamentsmitglieder und Regierungsvertreter. Begleitet wurden die Abgeordneten des Deutschen Bundestags außerdem von Julia Kronberg, der Leiterin für Zusammenarbeit in der Deutschen Botschaft in Tansania. Ihr Ansprechpartner Dr. Markus Bremers Stabsstelle Pressesprecher Tel.: 02156 9788-178 TPL_EMAIL Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.