Bangladesch Schutz, Perspektiven und Selbstbestimmung für Mädchen und junge Frauen in Cox’s Bazar Programme Die Region Cox’s Bazar im Südosten Bangladeschs ist seit Jahren Zufluchtsort für Hunderttausende Rohingya-Geflüchtete aus Myanmar. Die anhaltende humanitäre Krise belastet nicht nur die Camps, sondern auch die umliegenden Aufnahmegemeinden. Besonders Mädchen und junge Frauen sind von Armut, eingeschränktem Zugang zu Bildung und Gesundheitsdiensten sowie einem hohen Risiko geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen. action medeor setzt gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation PULSE Bangladesh ein Projekt um, das den Schutz und die Selbstbestimmung dieser besonders vulnerablen Gruppe stärkt. Ein zentraler Ansatz ist der Aufbau von gemeindebasierten Strukturen: junge Frauen aus den Gemeinden werden zu Community Mobilizerinnen und Peer Educators ausgebildet. Sie geben Wissen zu Gesundheit, Rechten, Schutzmechanismen und Lebenskompetenzen weiter und schaffen sichere Räume für Austausch, Unterstützung und psychosoziale Stabilisierung. Darüber hinaus fördert das Projekt gezielt die wirtschaftliche Selbstständigkeit von Frauen. Durch praxisnahe Schulungen, fachliche Begleitung und Unterstützung beim Aufbau kleinskaliger Einkommensaktivitäten erhalten Frauen die Möglichkeit, eigene Einkommen zu erwirtschaften und ihre Rolle innerhalb der Familie und Gemeinschaft zu stärken. So leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung von Schutzrisiken, zur Stärkung von Resilienz und zu nachhaltig verbesserten Lebensbedingungen für Mädchen und junge Frauen in den Aufnahmegemeinden und Camps in Cox’s Bazar. ProjektbeschreibungProjektziel: Stärkung von Schutz, psychosozialem Wohlbefinden und wirtschaftlicher Selbstständigkeit von Mädchen und jungen Frauen in Cox’s BazarProjektfokus: Schutz (GBV-Prävention), psychosoziale Unterstützung, Gesundheit, wirtschaftliches EmpowermentZielgruppe: ca. 5.590 Mädchen und junge Frauen Projektgebiet: Bangladesch, Distrikt Cox’s Bazar, Ramu Upazila Aktivitäten: Ausbildung und Begleitung von weiblichen Community Mobilizerinnen und Peer Educators zu Lebenskompetenzen, Schutzmechanismen und Prävention geschlechtsspezifischer Gewalt, Gesundheit und Hygiene als zentrale Multiplikatorinnen Umsetzung zielgruppenspezifischer Informations- und Sensibilisierungsmaßnahmen für Jugendliche und junge Frauen zu geschlechtsspezifischer Gewalt, Rechten, Selbstwirksamkeit und Schutzkompetenzen Förderung der wirtschaftlichen Selbstständigkeit von 1.200 besonders vulnerablen Frauen durch Schulungen, fachliche Begleitung und materielle Unterstützung kleinskaliger einkommensschaffender Maßnahmen (z. B. Hausgartenbau, Handwerk, Kleingewerbe) Enge Zusammenarbeit mit lokalen Behörden, Gemeindestrukturen und relevanten staatlichen Stellen zur institutionellen Verankerung und Nachhaltigkeit der Maßnahmen Laufzeit: Dezember 2025 – Mai 2027Finanzvolumen: 350.000 EuroProjektpartner: PULSE BangladeshFörderung: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)Projektnummer: 6000256 Ihre Ansprechpartnerin Sarah Weiß Referentin Nepal, Syrien und Bangladesch Tel.: 02156 9788-152 TPL_EMAIL Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.