Vier Jahre Krieg in der Ukraine

action medeor, Europas größtes Medikamentenhilfswerk mit Sitz in Tönisvorst, warnt vor dem Jahrestag des Ukraine-Kriegs vor nachlassender Solidarität.

„Die Not der Menschen in der Ukraine ist im vierten Kriegswinter, dem kältesten seit Jahren, größer denn je“, sagt Markus Bremers, Pressesprecher von action medeor. „Wir haben gerade in der Nothilfe für die Ukraine eine sehr große Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender erfahren. Aber mit den aktuell vorhandenen Mitteln können wir viele unserer Projekte trotzdem nur noch bis zum Jahresende finanzieren – danach sind die Budgets erschöpft“, warnt Bremers, der selbst vor wenigen Wochen noch in der Ukraine war, um sich ein Bild von der Lage zu machen. „Ich habe gesehen, dass Unterstützung dort dringend benötigt wird“, so Bremers, „deshalb rufen wir in diesen Tagen nochmal deutlich zu Spenden für die Menschen in der Ukraine auf, damit die Hilfe weitergehen kann.“

Für die „Notapotheke der Welt“, wie action medeor auch genannt wird, war der Hilfseinsatz für die Ukraine der größte, den das Hilfswerk in seinen mehr als 60 Jahren je erlebt hat. Seit Februar 2022 hat das Hilfswerk rund 1.140 Tonnen medizinischer Hilfsgüter im Wert von rund 22 Millionen Euro an rund 190 Krankenhäuser im ganzen Land geliefert. Im Süden der Ukraine hat action medeor zusammen mit lokalen Partnern außerdem eigene Verteilsysteme für Medikamente aufgebaut.

„In den Regionen Odessa, Mykolajiw und Cherson geben wir Medikamente kostenfrei an Bedürftige aus. Dazu besuchen wir mit mobilen Apotheken, Labors und Kliniken auch die Menschen in den frontnahen Dörfern, wo es keinerlei Infrastruktur mehr gibt“, berichtet Bremers.

Bremers selbst hat diese Dörfer in den letzten Wochen besucht. „Die Menschen leben dort bei klirrender Kälte ohne Heizung, ohne Strom, manche ohne fließendes Wasser“, berichtet er. Dazu käme der permanente Stress durch militärische Bedrohung, nächtliche Angriffe und die Sorge um Angehörige.

„Solche Lebensumstände machen krank“, bringt es Bremers auf den Punkt. Die Helfer vor Ort erlebten daher zur Zeit einen Anstieg von chronischen Erkrankungen nicht nur bei Älteren, sondern zunehmend auch bereits bei Kindern. „Diese Menschen brauchen Medikamente zum Überleben“, sagt Bremers, „wenn sie fehlen, geht es für sie um alles.“

Medikamente sind allerdings nicht nur lebensnotwendig, sondern auch teuer. „Unsere Hilfe kostet natürlich Geld. Und wir kämpfen gerade einen Kampf gegen die Zeit, denn die Finanzmittel, die wir für diese und andere humanitäre Projekte zur Verfügung haben, sind endlich“, resümiert Bremers. „Und trotzdem wollen wir versuchen, einen Weg zu finden, wie wir weitermachen können. Daher rufen wir die Menschen nochmals zur Unterstützung für die Ukraine auf.“

Wer die Arbeit von action medeor unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende tun. Man kann online spenden unterwww.medeor.de/spenden und dort auch seine Adresse für eine Spendenquittung hinterlassen. Klassisch geht es über IBAN DE78 3205 0000 0000 0099 93 bei der Sparkasse Krefeld, Spendenstichwort: „Ukraine“.

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Dr. Markus Bremers

Dr. Markus Bremers
Pressesprecher

Tel.: 02156 9788-178

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