Ein Arzt im grünen Chirurgenkittel hört konzentriert das Herz einer sudanesischen Patientin ab, die in die
Dr. Catena untersucht den Herzschlag einer Patientin. Viele haben tagelange Fußmärsche hinter sich, um am Mother of Mercy Hospital endlich eine Diagnose und Behandlung zu bekommen. Foto: David Lomuria/actionmedeor/Fairpicture

Sudan: „Ohne Hilfe müssten wir das Krankenhaus schließen“

Hunderttausende sind vor dem Bürgerkrieg in die abgelegenen Nuba-Berge geflohen, viele brauchen dringend medizinische Versorgung. Dr. Catena und seinem Team sind unermüdlich im Einsatz – doch ohne Medikamente sind ihnen die Hände gebunden.

„Wir weisen grundsätzlich niemanden ab. Aber es gibt Situationen, in denen uns das fehlt, was wir für die Behandlung eigentlich bräuchten. Wenn jemand stirbt, weil Antibiotika oder Verbände fehlen – das ist das Schlimmste.“
Porträt von Tom Catena

Dr. Tom Catena
Leitender Arzt am Mother of Mercy Hospital, Sudan

Einsatz allein reicht nicht

Selten enden Dr. Tom Catenas Arbeitstage vor Einbruch der Dunkelheit. Der amerikanische Arzt, der seit 2008 das Mother of Mercy Hospital in den sudanesischen Nuba-Bergen leitet, ist Tag und Nacht in Bereitschaft. Und kommt dennoch häufig an seine Grenzen, weil lebensrettende Medikamente fehlen.

Weihnachtspakete für Dr. Catena

Jede Tablette, jede Kompresse, jede Infusion wird dringend gebraucht: auf der improvisierten Cholerastation, auf der Ernährungsstation für mangelernährte Säuglinge und im OP. Das klamme Krankenhaus ist dringend auf Nachschub angewiesen, doch der Transport von Hilfslieferungen in die abgelegene Region ist schwierig. action medeor bringt derzeit eine große Medikamentenlieferung auf den Weg – und Ihre Spende kann uns dabei helfen!

Ein Lagermitarbeiter stemmt sich gegen einen Hubwagen, um die Palette mit Hilfsgütern abzusetzen.
In unserem Tönisvorster Lager bereiten wir mehrere Paletten mit Medikamenten für den Versand in das Bürgerkriegsland vor. Foto: action medeor/Boris Breuer

Das Mother of Mercy Hospital: Leuchtturm der Hoffnung im Sudan

Seit 2023 tobt im Sudan ein erbitterter Machtkampf, der sich zum größten Konflikt in der ohnehin unruhigen Geschichte des Landes entwickelt hat. Über 14 Millionen Menschen flohen aus ihrem Heimatort, schätzungsweise 25 Millionen Menschen leiden derzeit unter akutem Hunger. Der Großteil aller Gesundheitseinrichtungen musste schließen oder wurde zerstört.

Eine Ausnahme bildet das Mother of Mercy Hospital. Es liegt in den Nuba-Bergen – einer armen und politisch isolierten Region im Süden des Landes, die aber derzeit nicht umkämpft ist und daher das Ziel vieler Binnengeflüchteter ist. Am Krankenhaus können bis zu 500 Patienten stationär versorgt werden, die aufgrund ihrer Armut anderswo keine Chance auf Behandlung hätten.

Auch in größter Not: Dr. Catena und sein Team bleiben

„Ich weiß“, schreibt uns Dr. Catena, „die Welt ist gerade ziemlich aus den Fugen. Der Sudan ganz besonders. Wenn Sie nur auf die großen Schlagzeilen schauen, wirkt alles hoffnungslos. Aber ich versichere Ihnen: Mit jeder Spende, die uns erreicht, können wir sehr viel Gutes bewirken.“

„Das ist eine riesige Hilfe für uns.“

„Es geht um Individuen, um Menschen, die hier vor Ort dringend medizinische Behandlung brauchen. Deswegen sind wir hier. Und wir müssen hierbleiben, um uns weiterhin um sie kümmern zu können. Ohne Ihre Hilfe können wir nichts tun. Aber mit ihrer Hilfe können wir eine ganze Menge tun. Ich danke Ihnen für jede Spende!

Dr. Catena sitzt matt am Bett einer frisch operierten Patientin.
„Jeden Tag erleben wir kleine Wunder“, berichtet uns Dr. Catena. „Und der einzige Grund, warum wir unsere Arbeit hier fortführen können, sind Spenderinnen und Spender wie Sie.“ Foto: David Lomuria/action medeor/Fairpicture

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