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Pharmazeutische Ausbildung

Auch die praktische Ausbildung von Pharmazeuten erfolgt in Tansania mittlerweile nach einem einheitlichen Lehrplan.

Auch die praktische Ausbildung von Pharmazeuten erfolgt in Tansania mittlerweile nach einem einheitlichen Lehrplan. © action medeor

Tansania: Zusammen mit Fachschulen und Behörden hat action medeor die Ausbildung vereinheitlicht und Schulungspläne erarbeitet.

Die Schulungsmöglichkeiten für Pharmazeuten in Tansania sind rar und die Qualität der Ausbildung sehr unterschiedlich. Nur rund ein Drittel der Gesundheitseinrichtungen in Tansania können auf das Fachwissen von pharmazeutisch geschultem Personal zurückgreifen. Wo pharmazeutische Kompetenzen fehlen, können allerdings folgenreiche Fehler geschehen: Medikamente werden falsch dosiert oder bevorratet, Medikamentenfälschungen bleiben unerkannt. 

Das Ziel: Eine bessere Ausbildung

Der Bedarf an pharmazeutisch geschultem Personal in Tansania ist daher groß. Es gibt auch Fachschulen, die die Ausbildung von pharmazeutischem Personal anbieten. Viele von ihnen haben jedoch nicht die finanziellen Mittel, um Labore und Bibliotheken auf dem neuesten Stand zu halten. Hinzu kommt, dass die Lehrkräfte an den Schulen zwar fachlich kompetent sind, aber nur wenige jemals eine pädagogische oder methodische Schulung erhalten haben. Auch gab es lange keine einheitlichen Lehrpläne und Prüfungsunterlagen. Die Lernbedingungen für die Nachwuchs-Pharmazeutinnen und -Pharmazeuten sind somit sehr unterschiedlich.

action medeor hat sich zum Ziel gesetzt, die pharmazeutische Ausbildung in Tansania zu verbessern. Von vornherein war dabei klar: Das geht nur, wenn verschiedene lokale Akteure in den Prozess involviert werden. In einem sogenannten MAP-Projekt (MAP: Multi-Akteurs-Partnership) wurden unter anderem Lehrer aus den Fachschulen, Vertreter von Zulassungsbehörden und Mitglieder des Gesundheitsministeriums an einen „Runden Tisch“ gebracht, um gemeinsam zu besprechen, wie die pharmazeutische Ausbildung verbessert werden kann.

Erste Erfolge

2020 fand dieser Austausch intensiv statt. Mit vereinten Kräften konnten einige Verbesserungen bewirkt werden: Mittlerweile gibt es einen einheitlichen Lehrplan, an dem sich alle Lehrerinnen und Lehrer orientieren. Auch die Klausuren werden nun zentral erstellt und können verglichen werden. Um sicherzustellen, dass allen Auszubildenden auch die gleichen Lernbedingungen bereitstehen, wurden an drei Fachschulen die Labore und Bibliotheken renoviert und neu ausgestattet. So können die angehenden Pharmazeutinnen und Pharmazeuten ihr theoretisches Wissen nun auch praktisch üben.

Das MAP-Projekt wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert und zusätzlich von pharmazeutischen Herstellern wie Bayer, Boehringer-Ingelheim und Merck unterstützt.




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