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Gesundheit in Guatemala

Der Zugang zu Medikamenten stellt in vielen ländlichen Regionen ein Problem dar.

Der Zugang zu Medikamenten stellt in vielen ländlichen Regionen ein Problem dar. © ASECSA

In drei Jahren konnte die Gesundheitversorgung von 31.400 Menschen im ländlichen Guatemala verbessert werden.

Armut und Mangelernährung

60 Prozent der Bevölkerung in Guatemala leben unterhalb der Armutsgrenze. Davon betroffen ist vor allem die ländliche Bevölkerung. Zusätzlich herrscht eine kritische medizinische Unterversorgung. Viele behandelbare Krankheiten können dort lebensbedrohlich werden. In den abgelegenen Gemeinden von Santa María Ixhuatán, südöstlich der Hauptstadt Guatemalas, leben über die Hälfte aller Menschen unterhalb der Armutsgrenze. Die Trockenheit in der Region führt regelmäßig zu Ernteeinbußen und verschärft die Ernährungssituation in den Gemeinden. Eine ähnliche Situation zeigt sich auch am zweiten Projektstandort in Chej’bal, an der Grenze zu Mexiko. Auch hier sind viele Menschen mangelernährt. Die Mütter- und Kindersterblichkeitsrate ist aufgrund der schlechten medizinischen Versorgung in dieser abgelegenen Grenzregion besonders hoch.

Gemeinsam für Gesundheit

Zusammen mit dem Dachverband für Gesundheitsorganisationen ASECSA, der in ganz Guatemala tätig ist, seiner Mitgliedsorganisation ASOPROCI und einer weiteren lokalen Organisation, UCIIS, setzte sich action medeor im Rahmen eines dreijährigen Vorhabens für einen besseren Zugang zu Basisgesundheitsdiensten und Ernährungssicherung an den zwei Projektstandorten ein. 2019 konnte das Projekt erfolgreich abgeschlossen werden.

Ausbildung und Aufklärung

Im Projekt wurde ein Trainingszentrum für Gesundheitspromoter und traditionelle Geburtshelferinnen errichtet, in dem sich auch eine Ausgabestelle für Medikamente befindet. Zudem gehörten Maßnahmen der Gesundheitsaufklärung und Ernährungssicherung zu den vielfältigen Projektaktivitäten. 

Im März 2019 fand zum Beispiel ein praktischer Workshop zum Thema „Erste Hilfe“ statt, bei dem Gesundheitspromotoren lernten, medizinische Ersthilfe beispielsweise bei Ohnmacht oder Knochenbrüchen zu leisten. Außerdem fanden im Juni 2019 in drei Gemeinden Aufklärungsmaßnahmen zum Thema Mangel- und Unterernährung statt. Denn eine gesunde Entwicklung von Kindern wird durch eine ausgewogene Ernährung begünstigt. Daher erhielten Familien Saatgut und wurden angeleitet, eigene ökologische Nutzgärten anzulegen, um ihre Ernährungssituation zu verbessern.

Weiterbildungen für Geburtshelferinnen ermöglichten zudem, dass Schwangerschafts- und Geburtsbegleitungen in den Gemeinden professionalisiert werden. Neben einer verbesserten Mutter-Kind-Gesundheit hat das Projekt bis 2019 auch die Basisgesundheitsversorgung von etwa 31.400 Bewohnern der beiden Gemeinden verbessert.




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