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Ethische Standards

action medeor arbeitet auf der Basis national und international anerkannter Standards. Dazu gehören eine Vielzahl von Selbstverpflichtungen, die ethisches Verhalten in den verschiedenen Fachbereichen von action medeor betreffen. 

Die Einsatzgebiete Humanitärer Hilfe werden immer komplexer, gleichzeitig werden immer mehr Akteure involviert. Die Betroffenen sind in einer vulnerablen Situation besonders darauf angewiesen, dass wir nicht nur Gutes tun wollen, sondern ihnen auch guttun. Aus den Erfahrungen der letzten Jahrzehnte Humanitärer Hilfe heraus wurden Standards dafür entwickelt, wie grundsatzgeleitete, verantwortungsvolle, würdevolle humanitäre Arbeit aussieht. Diese sind teilweise sehr allgemein gehalten, teilweise detailliert und praxisnah ausformuliert. Die Standards greifen ineinander und ergänzen sich. Sie dienen uns als Leitlinien für alltägliche, aber auch allgemeinstrategische Entscheidungen in unserer Arbeit.

Anti-Korruptionsrichtlinien von action medeor

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verpflichten sich zur Einhaltung festgelegter Antikorruptionsrichtlinien. In diesen schließt sich action medeor den von Transparency International beschlossenen Leitlinien zur Prävention korrupten Verhaltens an und legt mit dem Anti-Korruptions-Leitfaden eine verbindliche Leitlinie für die Arbeit im In- und Ausland vor.

Leitbild von action medeor

Das Leitbild von action medeor definiert neben der Mission auch die Werte und die Handlungsprinzipien des Vereins. Geprägt werden diese von der Übersetzung des lateinischen Wortes „medeor” ins Deutsche: „Ich helfe, ich heile.”

Europäischer Konsens über die Humanitäre Hilfe

Hierbei handelt es sich um eine Verpflichtung aller EU-Länder, ihre humanitären Hilfsmaßnahmen auf der Grundlage festgelegter Prinzipien untereinander abzustimmen. Dabei wurden die vier Grundsätze der Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Unabhängigkeit, Neutralität als zentralste Elemente humanitärer Arbeit beschlossen. Weitere Informationen unter eur-lex.europa.eu.

Core Humanitarian Standard

Der Core Humanitarian Standard umfasst neun Verpflichtungen zur Qualität humanitärer Arbeit. Er definiert damit die wesentlichen Bestandteile der verantwortungsvollen Humanitären Hilfe mit dem Anliegen, die Qualität und Wirksamkeit dieser zu verbessern. Der CHS ist im Jahr 2014 als Ergebnis eines intensiven Beratungsprozesses entstanden und verbindet die zentralen Ziele bereits bestehender Standards.

Code of Conduct - Verhaltenskodex für Katastrophenhilfe

Der Code of Conduct ist ein Verhaltenskodex der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung sowie nichtstaatlicher Hilfswerke in der Katastrophenhilfe. Zielsetzung des Code of Conduct ist es, allgemeingültige Standards für Hilfsaktionen zu setzen und deren Qualität zu verbessern.

Sphere Project / Core Humanitarian Standards

Das Sphere Project ist eine freiwillige Initiative zahlreicher Nichtregierungsorganisationen sowie der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung zu einer Art Qualitätsmanagement von Nichtregierungsorganisationen mit dem Ziel, die Qualität und Accountability humanitärer Arbeiterinnen und Arbeiter zu verbessern. Kernstück der Initiative ist das Sphere Handbuch, welches regelmäßig überarbeitet wird und die Humanitarian Charter sowie die überlebensnotwendigen Mindeststandards in den Kernbereichen humanitärer Nothilfe enthält.

12 Grundregeln der Humanitären Hilfe

Die 12 Grundregeln der Humanitären Hilfe wurden von den Mitgliedern des 1994 gegründeten Koordinierungsausschusses des Auswärtigen Amtes beschlossen. Der KoA ist die Plattform für Austausch und Zusammenarbeit deutscher Nichtregierungsorganisationen und Ministerien der Bundesregierung. So wurde in den Regeln beispielsweise das Recht auf Humanitäre Hilfe und humanitären Schutz unabhängig von Rasse, Religion, Staatsangehörigkeit, politischer Überzeugung oder sonstigen Unterscheidungsmerkmalen festgehalten.

Sustainable Development Goals

Die Sustainable Development Goals (SDGs) wurden 2016 von der UN verabschiedet. Sie knüpften an die bis 2015 geltenden Millennium Development Goals (MDGs) an. Im Gegensatz zu den MDGs beziehen sich die SGDs nicht nur auf Ziele für Staaten des Globalen Südens, sondern ebenfalls für Staaten des Globalen Nordens. Sie definieren damit globale soziale, wirtschaftliche und Umweltziele für alle Länder der Vereinten Nationen. Die SGDs bestehen aus insgesamt 17 Hauptzielen und 169 Unterzielen. Zusammen bilden sie die Agenda 2030. Für die Arbeit von NGOs sollen insbesondere die 17 Hauptziele als übergeordnete Ziele für die jeweiligen EZ-Projektmaßnahmen dienen.

Istanbul Civil Society Organisation Effectiveness Principles

Die Istanbul CSO Development Effectiveness Principles wurden 2010 auf dem Open Forum for CSO Development Effectiveness publiziert, an dessen Entwicklung insgesamt 2.000 zivilgesellschaftliche Organisationen weltweit beteiligten waren. Das Open Forum in Istanbul kann als Teil eines Prozesses verstanden werden, dessen Ziel die Entwicklung von allgemein gültigen Standards und Prinzipien für die Humanitäre Hilfe und die Entwicklungszusammenarbeit ist. Die hier beschlossenen Prinzipien sollen die Arbeit in humanitären Krisensituationen mit langfristigem Engagement im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit verbinden.

OECD-DAC-Kriterien

Die DAC Kriterien der OECD wurden 1991 vom Development Assistance Committee veröffentlicht. Sie werden seither in der Entwicklungszusammenarbeit genutzt. Insgesamt sechs übergeordnete Aspekte sollen NGOs und staatliche Institutionen bei der Planung und Umsetzung von EZ-Projekten beachten: Relevanz, Effektivität, Effizienz, Resultate, Übergeordnete Wirkung, Nachhaltigkeit. Ziel ist es, mithilfe dieser Kriterien die Entwicklungszusammenarbeit qualitativ und quantitativ zu verbessern. Sie können daher als Qualitätsstandards bezeichnet werden, die dazu dienen EZ-Projekte regelmäßig einer kritischen Analyse zu unterwerfen.

VENRO-Verhaltenskodex

action medeor ist Mitglied im Verband der Nichtregierungsorganisationen (VENRO). Ziel der Kodizes ist es, durch gemeinsame Prinzipien und Standards eine verbesserte Qualität der zivilgesellschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit und der Humanitären Hilfe herbeizuführen und die Arbeit der VENRO-Mitglieder für die Öffentlichkeit und den Spender transparent zu gestalten.

Initiative Transparente Zivilgesellschaft

action medeor ist Mitglied der Initiative Transparente Zivilgesellschaft, die sich für mehr Transparenz und Rechenschaftspflicht im zivilgesellschaftlichen Sektor einsetzt. Gemäß den Standards der Initiative muss jedes Mitglied zehn grundlegende Punkte für mehr Transparenz der Öffentlichkeit zugänglich machen. Dazu zählen unter anderem die Satzung, die Namen der wesentlichen Entscheidungsträger sowie Angaben über Mittelherkunft, Mittelverwendung und Personalstruktur.

Ethikrichtlinien für die Kooperation mit Unternehmen

Unternehmen sind als unterstützende Partner von action medeor willkommen, wenn sie die Mission des Vereins unterstützen und die Ethikrichtlinien für Unternehmenskooperationen erfüllen, die sich am Global Compact der Vereinten Nationen orientieren, der zwischen Unternehmen und der UNO geschlossen wird, um die Globalisierung sozialer und ökologischer zu gestalten. Auch action medeor sieht sich diesen Standards verpflichtet.

Die Lieferanten und Dienstleister von action medeor werden sorgfältig ausgewählt. Bei der Auswahl werden auch ethische Kriterien angelegt. Bei Herstellern von Arzneimitteln und Medizinproduktion legt action medeor unter anderem Wert auf die Arbeitsbedingungen. action medeor orientiert sich hier an den Richtlinien der International Labour Organization (ILO).

Grundregeln des Fundraising-Verbands für eine gute, ethische Fundraising-Praxis

action medeor wirbt in der Öffentlichkeit um Unterstützung für seine Arbeit. Hierbei werden die Grundregeln für ein gutes, ethisches Fundraising des Deutschen Fundraising Verbandes beachtet.

Humanitarian Procurement Centres' Chapter

Der Einkauf von action medeor beschafft seine Produkte dem Standard der Humanitarian Procurement Centres entsprechend: Der Standard umfasst unter anderem ethische Beschaffung, Gleichbehandlung, Nichtdiskriminierung und Transparenz.

Bei Rückfragen steht Ihnen Dr. Angela Zeithammer jederzeit zur Verfügung.

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