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Verbesserung der Gesundheits- und Sanitärversorgung in Somalia

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Die humanitäre Lage in Somalia ist durch extreme Wettereignisse wie Dürren und Überschwemmungen sowie durch die bereits Jahrzehnte anhaltende gewaltsamen Auseinandersetzungen prekär: Mangelernährung und Infektionskrankheiten sind verbreitet, große Teile der Bevölkerung haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und Gesundheitsversorgung. Generell herrscht ein Mangel an Medikamenten, medizinischem Material und ausgebildetem Gesundheitspersonal.

Mit dem Ziel, den Zugang zu Gesundheitsversorgung insbesondere für Frauen und Kinder zu verbessern, hat action medeor bereits im August 2014 gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation WARDI ein neues Gesundheitsprojekt in der Region Banadir begonnen. Im Fokus des Projektes standen der Wiederaufbau des Hamar Jajab Gesundheitszentrums und dessen Ausbau zum Überweisungskrankenhaus für Gynäkologie und Geburtshilfe.

Um die Gesundheitsversorgung der Menschen in der Region weiterhin zu unterstützen und die humanitäre Situation zu verbessern, führt action medeor gemeinsam mit dem lokalen Partner WARDI ein Folgeprojekt durch. Im Rahmen des Projektes wird sowohl das Hamar Jajab Krankenhaus weiterhin unterstützt, als auch die Gesundheitsstation Kalkal betrieben. Zur nachhaltigen Stärkung der Partnerorganisation umfasst das Projekt außerdem Maßnahmen im Bereich der pharmazeutischen Fachberatung.

Immer wieder führen aufflammende Kämpfe und Gewalt sowie klimatische Bedingungen zu Fluchtbewegungen innerhalb des Landes. Um auch für die Binnenvertriebenen eine medizinische Versorgung zu ermöglichen, wird im Rahmen des Projektes wird eine mobile Klinik die Flüchtlingscamps ansteuern.

Neben der Verbesserung der Gesundheitsversorgung im Projektgebiet liegt ein weiterer Fokus des Projektes auf der Stärkung der Wasser- und Sanitärversorgung. Immer wieder führt ein Mangel an sicherem Trinkwasser und Hygiene im Projektgebiet zum Ausbruch von Krankheiten. Um die Lebensbedingungen der Bevölkerung zu verbessern, wird ein Brunnen gebaut und ein Wasserverteilsystem eingerichtet. Außerdem umfasst das Projekt die Verteilung von Wasserkanistern und Hygienekits sowie den Bau von 150 Latrinen für 750 Haushalte. Um eine nachhaltige Verbesserung von Hygiene- und Gesundheitssituation zu erreichen, werden Aufklärungsveranstaltungen für 27.400 Haushalte durchgeführt.

2019: schwere Überschwemmungen im Projektgebiet

Seit Oktober 2019 sorgen schwere Regenfälle für Überschwemmungen im Projektgebiet. Flüsse treten über ihre Ufer, Menschen müssen ihre Häuser und Dörfer verlassen. Die Ernten auf den Feldern, die die Lebensgrundlage der Kleinbauern in der Region darstellen, wurden durch die Fluten zerstört.

Nach Angaben der Vereinten Nationen waren Anfang November 2019 bereits mehr als 500.000 Menschen von den Überschwemmungen betroffen.

Die Überschwemmungen gefährden auch die Versorgung der Menschen mit sauberem Trinkwasser und erhöhen somit das Risiko von Krankheiten. Gemeinsam organisieren action medeor und WARDI Nothilfemaßnahmen: zur Verbesserung der medizinischen Versorgung werden mobile Kliniken in den Dörfern rund um die Stadt Beletweyn eingesetzt. Familien, die durch die Überschwemmungen aus ihren Häusern vertrieben wurden, werden außerdem mit Decken und Zeltplanen ausgestattet.

2020: Die Corona-Pandemie erreicht auch Somalia

Bis zum 14. April 2020 wurden 60 Corona-Infektionen und zwei Todesfälle im Land bestätigt. Die Regierung hat weitgehende Restriktionen verhängt und bereitet sich auf die Ausbreitung vor. Leider sind bisher keine Testkapazitäten und nur begrenzte Versorgungsmöglichkeiten vorhanden. Die hohe internationale Nachfrage nach Medikamenten und Schutzequipment betrifft auch Somalia. Unsere Partnerorganisation Wardi leistet sein Möglichstes, um die Basisgesundheitsversorgung für die Bevölkerung aufrecht zu erhalten - denn neben Corona bestehen weiterhin viele, andere Gesundheitsprobleme.

Projektinformationen

Projektinhalt
Verbesserter Zugang zu Gesundheitsversorgung und WASH Dienstleistungen
Zielgruppe
Einzugsgebiet Hamar Jajab Krankenhaus: 312.000 EinwohnerInnen; 27.400 IDPs in Camps in Kahda
Projektgebiet
Somalia, Region Banadir und Hiran
Projektbeschreibung
Gesundheit
Betrieb Krankenhaus Hamar Jajab
Betrieb Gesundheitsstation Kalkal (Kahda)
Betrieb mobile Klinik in Kahda
Koordinierungstreffen mit Behörden, Sicherheitspersonal und lokalen Gemeinden
Pharmazeutische Fachberatung von WARDI für medizinische Beschaffung
Wasser- und Sanitärversorgung
Brunnenbau mit Wasserverteilsystem in Form von Wasserkiosks
Verteilung 10.000 Wasserkanister für 5.000 Haushalte
Verteilung 3.000 Hygienekits für 3.000 Haushalte
Gesundheits- und Hygieneaufklärung für 27.400 Haushalte
Latrinenbau für 750 Haushalte
Fluthilfe November 2019 bis Februar 2020: Zusätzliche basismedizinische Versorgung für Menschen in um um Beletweyn (2 lokale Gesundheitszentren und 2 mobile Kliniken) Verteilung von 2.000 Planen und 2.000 Decken für intern Vertriebene
Projektlaufzeit
September 2018 - Dezember 2020
Projektvolumen
1.827.818,18 Euro
Partner
WARDI Relief and Development Initiatives
Projektförderer
Auswärtiges Amt
Projektnummer
6100140
Verantwortlich für
das Projekt
Charlotte Sielicki



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