Aktuelle Seite:

Kenia: Sicherheitsetiketten für Arzneimittel

Eine Apothekenmitarbeiterin in Kenia liest mit einem Smartphone den Sicherheitscode ab.

Eine Apothekenmitarbeiterin in Kenia liest mit einem Smartphone den Sicherheitscode ab. © action medeor

In allen Ländern der Welt gibt es die Gefahr von gefälschten Medikamenten. Sie stellen vor allen Dingen in Entwicklungsländern ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar. Schätzungen der WHO zufolge kann ihr Anteil bis zu 30 Prozent betragen, vor allem ländliche Regionen sind betroffen.

In Entwicklungsländern tauchen sowohl auf den lokalen Märkten als auch in registrierten Apotheken immer wieder Medikamente auf, die entweder keinen, weniger oder den falschen Wirkstoff enthalten oder nicht von dem angegebenen Hersteller kommen. Dies stellt ein hohes Risiko für die öffentliche Gesundheit und für den einzelnen Patienten dar.

Um die Nachverfolgbarkeit von Medikamenten zu verbessern, wurde in Europa im Rahmen der Umsetzung der sogenannten Fälschungsrichtlinie ein sehr teures und aufwendiges System entwickelt, das sicherstellen soll, dass gefälschte Medikamente nicht in den legalen Handel gelangen. Im Rahmen des REAL-Projektes hat action medeor ein alternatives, preiswertes und anwenderfreundliches System geschaffen. REAL steht dabei für Rapid Electronic Authentification Label. Mit dem Sicherheitsetikett können Patienten und Apotheker prüfen, ob das Medikament, das sie in den Händen halten, von der angegeben Quelle kommt.

Das Etikett, das bei der Herstellung des Arzneimittels aufgebracht wird, besteht aus einem QR-Code und einer eigenen Seriennummer. Alle relevanten Daten werden in einer Datenbank eingegeben. Mit dem Smartphone oder einem Computer mit Internetzugang kann nun seitens des Benutzers der Code ausgelesen werden. Es erfolgt online die Rückmeldung, ob das Medikament „echt“ ist.

Das System wurde von März bis Mai 2016 in Kenia im Großraum Nairobi getestet. Die kenianische Überwachungsbehörde Pharmacy and Poison Board (PPB) war bei der Auswertung des Pilotprojektes beteiligt. Als Exzellenzzentrum für Arzneimittelsicherheit ist das PPB an innovativen Ideen für die Verbesserung der Sicherheit sehr interessiert.

Projektinformationen

Projektgebiet
Großraum Nairobi, Kenia
Projektlaufzeit
Dezember 2015 – Juni 2016
Projektvolumen
43.360 Euro
Projektnummer
7000124
Projektverantwortlicher
Dr. Irmgard Buchkremer


Folgen Sie Ihrem Herzen!

Mit einer regelmäßigen Spende leisten Sie nachhaltig Hilfe.

Sorgen Sie dafür, dass die Notapotheke der Welt immer und überall offen ist.

Spendenkonten

Sparkasse Krefeld, IBAN:
DE78 3205 0000 0000 0099 93

Volksbank Krefeld, IBAN:
DE12 3206 0362 0555 5555 55

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen
Einverstanden
Newsletter bestellen

action medeor Newsletter

Hier können Sie unseren E-Mail-Newsletter abonnieren und werden regelmäßig über die Arbeit von action medeor informiert. 


Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden.