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Vorbeugung von Teenagerschwangerschaften und sexueller Gewalt an Schulen in Togo

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    Im Projekt werden an Schulen in Sokodé (Togo) Aufklärungsveranstaltungen zu Empfängnisverhütung, Gesundheit und sexueller Gewalt durchgeführt.
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    Außerdem erhalten die Jugendlichen die Möglichkeit, kostenlose HIV-Tests durchführen zu lassen.
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    In einer großen Kampagne im Februar 2017 nahmen über 1.000 Jugendliche an Aufklärungsveranstaltungen und Tests teil.

Die anhaltende Ungleichheit zwischen Männern und Frauen ist in Togo ein anhaltendes Problem. Häufig beginnt diese Ungleichheit bereits zwischen Mädchen und Jungen. In vielen Familien ist es üblich, dass Kinder - besonders Mädchen - im Haushalt, auf den Feldern und auf den Märkten mithelfen. Viele Mädchen werden daher erst gar nicht eingeschult, was ihre späteren Ausbildungs- und Verdienstmöglichkeiten extrem verringert. Dazu kommt, dass landesweit jedes achte Mädchen noch während ihrer Schulzeit ungewollt schwanger wird, zum Teil schon im Grundschulalter.

In der Zentralregion, in der sich auch die Projektregion Sokodé befindet, liegt diese Zahl noch deutlich höher. Dies liegt vor allem an fehlendem Wissen über sexuelle und reproduktive Gesundheit und mangelnder Zugang zu Dienstleitungen der sexuellen Gesundheit wie Beratung und Vorsorgeuntersuchungen.

Neben den gesundheitlichen Risiken bringt eine Teenagerschwangerschaft meist auch schulische Nachteile und Zwangsheirat mit sich. Von den jungen Mädchen, die während der Schulzeit schwanger werden, besuchen nur 19% weiterhin die Schule. Dies führt dazu, dass die Mädchen keinen oder nur einen sehr niedrigen Schulabschluss erhalten und dadurch ihre Berufschancen und Verdienstmöglichkeiten deutlich eingeschränkt sind.

Ein weiteres großes Problem vieler Mädchen in Togo ist die weit verbreitete sexuelle Gewalt. Auch hier fehlt es an Wissen, besonders über die Rechte der Mädchen in einem Fall sexueller Gewalt sowie auch über Zugang zu Hilfe und Beratung.

Gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation PAFED unterstützt action medeor in Sokodé ein Projekt zur Reduzierung von Teenagerschwangerschaften und sexueller Gewalt bei Jugendlichen - insbesondere jungen Mädchen - durch schulische Aufklärungsarbeit. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit zehn Schulen der Kommune Sokodé durchgeführt, an denen die Schülerinnen und Schüler, aber auch Lehrer und Elternkomitees verschiedene Informations- und Aufklärungsveranstaltungen zu den Themen der sexuellen und reproduktiven Gesundheit, Empfängnisverhütung, sexuell übertragbare Krankheiten und sexueller Gewalt erhalten.

Neben dem gesundheitlichen Aspekt werden die Teilnehmer auch über Ursachen und Konsequenzen einer ungewollten Schwangerschaft aufgeklärt, es wird Hilfe bei sexueller Gewalt und Missbrauch angeboten und die Wichtigkeit der Ausbildung von Mädchen für deren Zukunft aufgezeigt.

An jeder der Schulen können außerdem eine große Anzahl an Schülerinnen und Schüler Gratiskonsultationen in Anspruch nehmen und an mobilen HIV/AIDS Tests teilnehmen.

Projektinformationen

Projektinhalt
Reduzierung von Teenagerschwangerschaften und sexueller Gewalt bei Jugendlichen, insbesondere jungen Mädchen, durch schulische Aufklärungsarbeit
Zielgruppe
3500 Schülerinnen und Schüler von Grund- und Weiterführenden Schulen der Kommune Sokodé
Projektgebiet
Sokodé, Togo
Projektbeschreibung
Information und Aufklärung über sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte (SRGR) sowie der Empfängnisverhütung der Schülerinnen und Schüler durch Aufklärungsveranstaltungen, Diskussionsveranstaltungen, Filmvorführungen und Radiosendungen
Identifizierung und Bildung von Jugendclubs in 10 Schulen mit Peer educators
Aufklärungsveranstaltung zu Ursachen und Konsequenzen von Teenagerschwangerschaften und sexuelle Gewalt für Lehrer und Elternkomitees
Organisation von Gratiskonsultationen über sexuell übertragbare Krankheiten
Durchführung mobiler HIV/Aids Tests in den Schulen
Sensibilisierung des sozialen Umfeldes der Kinder und Jugendlichen im Umgang mit Teenagerschwangerschaften, sexuell übertragbaren Krankheiten und sexueller Gewalt
Projektlaufzeit
August 2016 – August 2017
Projektvolumen
25.002 Euro
Partner
Programme d´Appui à la Femme et à l´Enfance Déshéritée (PAFED)
Projektnummer
6000185
Projektverantwortlicher
Eva Hall
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