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Förderung der Selbsthilfekapazitäten von indigenen und afrokolumbianischen Frauen in Kolumbien

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    In Aufklärungsveranstaltungen wird über häusliche Gewalt und die Rechte von Frauen informiert.
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    Das Interesse für diese Veranstaltungen ist groß.
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    Frauen werden zu Gesundheitspromotorinnen weitergebildet, um dann selbst über Themen der Gesundheit und Gewalt gegen Frauen aufklären zu können.

Als eine der Folgen des seit über 40 Jahre andauernden bewaffneten Konfliktes herrscht in Kolumbien ein sehr hoher Level an alltäglicher und familiärer Gewalt, häufig auch in indigenen Gemeinden. Frauen haben besonders unter den Folgen zu leiden, werden bisher bei den Friedensverhandlungen jedoch nicht ausreichend berücksichtigt, obwohl sie 50 Prozent der betroffenen Bevölkerung darstellen, die durch den bewaffneten Konflikt negativ beeinträchtigt werden.

Das Ziel des Projektes in Zusammenarbeit mit der lokalen Organisation Taller Abierto ist, Frauen, die Opfer des bewaffneten Konflikts geworden sind, zu stärken. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Mutter-Kind-Gesundheit sowie auf der Prävention und Bewältigung der häuslichen und sexuellen Gewalt gegen Frauen in den drei Projektgemeinden des Departments Valle del Cauca. Gemeinsam mit unseren Partnern sollen die in unterschiedlichsten Formen angewendete Gewalt gegen Frauen in der Öffentlichkeit sichtbar gemacht werden und damit auch auf institutioneller Ebene eine Verhaltensänderung in Bezug auf den Umgang mit Gewalt in der Familie bewirkt werden. Um dies zu erreichen, werden 45 Frauen zu Gesundheitspromotorinnen weitergebildet. Zudem finden Aufklärungsveranstaltungen statt, in denen die Promotorinnen auf die Gewalt gegen Frauen und die Rechte dieser betroffenen Frauen aufmerksam machen.

Projektinformationen

Projektinhalt
Stärkung der Gesundheit und Rechte von Frauen
Zielgruppe
weibliche Mitglieder der drei Projektgemeinden und deren Familien
Projektgebiet
Gemeinden Cali, Candelaria und Jamundí im Department Valle del Cauca, Kolumbien
Projektbeschreibung
Weiterbildung von 45 Frauen zu Gesundheitspromotorinnen
6 öffentliche Aufklärungsveranstaltungen durch Promotorinnen in den 3 Projektgemeinden
Mitarbeit der Promotorinnen und unseres Projektpartners in diversen Arbeitsgruppen (Opfer-, Rechts-, Frauenverbänden) um die Themen in der Gesellschaft zu etablieren
Projektlaufzeit
Juli 2014 – Januar 2015
Projektvolumen
17.000 €
Projektförderer
San-Pedro-Claver-Stiftung des Bistums Aachen
Projektnummer
6000157
Projektverantwortlicher
Christina Padilla