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Malaria- und Aids-Bekämpfung im Kongo

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    Viele Menschen in der Demokratischen Republik Kongo wissen nur wenig über HIV/Aids. Dazu kommt die Knappheit an Tests, was dazu führt, dass oft nicht einmal Schwangere auf HIV/Aids getestet werden.
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    Auch Malaria stellt ein großes Problem in der Region dar. action medeor möchte beide Krankheiten bekämpfen und bremsen.
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    Dazu finden im Rahmen des Projekts Aufklärungsveranstaltungen statt, bei denen auch Moskitonetze und Verhütungsmittel verteilt werden.
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    Auch die Beratung der Menschen spielt eine große Rolle. Zudem werden HIV-Tests zur Verfügung gestellt.

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo, einer der ärmsten Regionen der Welt, kommt es aufgrund der kriegsähnlichen Zustände immer wieder zu sexuellen Übergriffen gegen Mädchen und Frauen. Damit sind sie einem erhöhten HIV-Ansteckungsrisiko ausgesetzt.

Zudem sind vor allem Kinder und Schwangere durch Malariaerkrankungen gefährdet. Die Menschen wissen nur wenig über Verbreitungswege und Vorsorge vor diesen gefährlichen Krankheiten. HIV-Tests sind so knapp, dass oft nicht einmal Schwangere auf HIV/Aids getestet werden.
 
Die Organisation Association des Femmes pour la Promotion et le Développement Endogène asbl (AFPDE) und action medeor haben sich zum Ziel gesetzt, die Verbreitung von Malaria und HIV/Aids in der Region zu reduzieren und zu bremsen. Aufklärungsveranstaltungen und die Verteilung von Moskitonetzen und Kondomen werden neben Beratung und HIV-Tests zur Gesundheitsvorsorge eingesetzt. Aus acht Dörfern in der Region Uvira werden jeweils zwei Personen zu Gesundheitspromotoren ausgebildet, die sich an der Aufklärung beteiligen und nachhaltig das Wissen in ihren Gemeinden sichern sollen.

In an öffentlichen Gesundheitsstationen eingerichteten Testcentern und mit einer mobilen Einheit wird den Menschen der Region Beratung und Testen auf HIV/Aids ermöglicht. HIV-Positive erhalten von AFPDE psychologische Unterstützung und werden zur Behandlung an die nächsten Krankenhäuser überwiesen.
Ein Kreditprogramm ermöglicht es 150 HIV-Positiven und anderen Gemeindemitgliedern, einkommensschaffende Maßnahmen zur Selbsthilfe durchzuführen. Sie erhalten ein angepasstes Training in Projektplanung und Mittelverwaltung. Um die Menschen in die Lage zu versetzen, die Maßnahmen erfolgreich durchzuführen, werden sie in der Vorbereitungszeit mit Nahrungsmitteln und beim Anbau ihrer Felder unterstützt.

Mit diesen Maßnahmen können insgesamt 100.000 Menschen erreicht werden. Das Projekt wird zu 75% vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.

 

Projektinformationen

Projektinhalt
Malaria- und Aids-Bekämpfung im Kongo
Zielgruppe
Bewohner der sechs Gebiete, eingeschlossen sind Autoritäten aus Politik und Verwaltung, traditionelle und religiöse Führer sowie Militärs und Polizisten
Projektgebiet
Sechs Gebiete in Bafuliru und der Ebene von
Projektbeschreibung
Einrichtung von zwei Testcentern an Gesundheitsstationen und einem mobilen Testservice
Medizinische Versorgung von HIV-positiven Menschen
Psychologische Beratung vor und nach dem HIV-Test
Auffangen der HIV-Positiven
Verteilung von Präservativen und dauerimprägnierten Moskitonetzen zur Prävention
Sensibilisierung über die Pflege der Umgebung zur Bekämpfung von Malaria)
Sensibilisierung der HIV-positiven Menschen für ihre Rechte
Mikrokredite für Frauen mit HIV/Aids und für Vergewaltigungsopfer
Erziehung, Einschulung von Aids-Waisen für verbesserte Startbedingungen
Projektlaufzeit
November 2012 – Oktober 2015
Projektvolumen
354.883 €
Projektförderer
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Projektnummer
6000145
Projektverantwortlicher
Emmanuel Limi