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Malaria- und Aids-Bekämpfung im Kongo

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    Sarah Buchstaller und Emmanuel Limi von action medeor machen sich ein Bild von den Fortschritten der Projektaktivitäten.
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    Besonders Kinder sind durch eine Infektion mit Malaria gefährdet.
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    Eine wichtige Komponente des Projektes ist die Aufklärungsarbeit, um die Menschen über Krankheitsprävention und Behandlungsmöglichkeiten zu informieren.
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    Das Projekt hat bisher bereits viele erfolgreiche Resultate hervorgebracht, unter anderem erhalten Kleinkinder und schwangere Frauen eine Malaria-Prophylaxe.
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    Außerdem werden im Rahmen des Projektes 10.000 Moskitonetze verteilt.

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo, einer der ärmsten Regionen der Welt, kommt es aufgrund der kriegsähnlichen Zustände immer wieder zu sexuellen Übergriffen gegen Mädchen und Frauen. Damit sind sie einem erhöhten HIV-Ansteckungsrisiko ausgesetzt.

Zudem ist diese Region ein endemisches Malariagebiet, vor allem Kinder und Schwangere sind durch eine Infektion gefährdet. Generell besteht die Problematik, dass die Menschen nur wenig über Verbreitungswege und Vorsorge vor diesen gefährlichen Krankheiten wissen und sich somit auch nicht ausreichend schützen können.

Die Organisation Association des Femmes pour la Promotion et le Développement Endogène asbl (AFPDE) und action medeor haben sich zum Ziel gesetzt, durch Aufklärungsmaßnahmen zu HIV/Aids und Malaria sowie durch die Versorgung von betroffenen Menschen, die Zielgruppe zu stärken ihr Bewusstsein und ihre Fähigkeiten im Kampf gegen HIV/AIDS und Malaria zu fördern.

Die Projektaktivitäten entwickeln sich bisher erfolgreich: Die Aufklärungsmaßnahmen tragen dazu bei, dass sich viele Menschen freiwillig testen lassen und nun ihren HIV-Status sowie Präventions- bzw. Behandlungswege kennen und im Falle einer Infektion Unterstützung durch das Projekt erhalten. Die Förderung und Begleitung von Maßnahmen zur Vermeidung der HIV-Übertragung von Mutter zu Kind sowie einkommensschaffende Maßnahmen (EsM) für 200 HIV-Betroffene dienen der Verringerung ihrer Vulnerabilität und der Förderung der Selbsthilfekapazität. Die Anschaffung eines Labotgeräts zur Messung der CD4-Werte bei Menschen mit HIV/AIDS hat sehr zur Verbesserung der medizinischen Versorgung sowie der Lebensqualität von Menschen mit HIV/AIDS beigetragen.

Schwangere Frauen und Kinder unter 5 Jahren bekommen eine prophylaktische Behandlung gegen Malaria und im Krankheitsfall eine kostenlose Versorgung. Insgesamt 300 Begünstigte wurden in den sechs Projektgebieten identifiziert (50 pro Gebiet): 253 Kinder unter 5 Jahren und 47 schwangere Frauen. Jeder Begünstigte des Projektes erhält eine Karte mit dem Namenscode, mit der die Patienten dann kostenlose Behandlung und Malariamedikamente erhalten. Außerdem beinhaltet das Projekt die Versorgung  von Frauen mit Eisen und Vitamin A Präparaten nach der Geburt, und eine Behandlung der Kinder mit einer Mebendazol Kur zur Entwurmung.

Zur weiteren Malaria-Prävention werden im Rahmen des Projektes 10.000 Moskitonetze verteilt und 28 Dorfvorsteher geschult, die im Anschluss in die Aufklärungsmaßnahmen einbezogen werden.

Mit diesen Maßnahmen werden insgesamt etwa 200.000 Menschen erreicht. Das Projekt wird zu 75% vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.
 

Projektinformationen

Projektinhalt
Malaria- und Aids-Bekämpfung im Kongo
Zielgruppe
Bewohner der sechs Gebiete Uvira, Kiliba, Sange, Luberizi, Luvungi und Kamanyola
Projektgebiet
Die Dörfer der sechs ländlichen Gemeinden Uvira, Kiliba, Sange, Luberizi, Luvungi und Kamanyola
Projektlaufzeit
Dezember 2015 – Dezember 2018
Projektvolumen
607.173 €
Projektförderer
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Projektnummer
6000175
Projektverantwortlicher
Emmanuel Limi