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Gemeindebasierte Katastrophenvorsorge in Pakistan

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    Die Menschen bilden Dorfkomitees, die alle Projektaktivitäten durchführen.
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    In Trainings werden Fluchtwege festgelegt...
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    ... und Risikozonen erkannt, die im Fall einer Überschwemmung vom Wasser bedroht sind.
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    Auch Kinder nehmen an den Veranstaltungen teil, ...
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    ... damit sie lernen, wie sie sich bei einer Überschwemmung in Sicherheit bringen.
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    Hygieneschulungen sind ein wichtiger Teil des Projeks...
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    ... so wie auch Übungen zur Rettung von Personen aus dem Wasser.

Wie die zahlreichen Überschwemmungen in den letzten Jahren gezeigt haben, ist Pakistan anfällig für Naturkatastrophen. Mehr als 25 Millionen Menschen waren seit der Jahrhundertflut in 2010 von Überschwemmungen betroffen. Die staatlichen Institutionen sind nicht in der Lage, ein flächendeckendes Katastrophenmanagement zu gewährleisten. Die Menschen sind im Katastrophenfall auf sich alleine gestellt. Aufgrund der großen Armut verfügt die Mehrheit der Menschen jedoch nicht über ausreichende Ressourcen um auf Naturkatastrophen reagieren zu können.

Um die Bevölkerung in die Lage zu versetzen, sich selbst und ihre Lebensgrundlagen zu schützen, hat action medeor im September 2013 ein dreijähriges Projekt zur gemeindebasierten Katastrophenvorsorge begonnen. 29 hochwassergefährdete Dorfgemeinschaften im Distrikt Mirpurkhas werden bei der Umsetzung vorsorgender Schutzmaßnahmen unterstützt.

Durch den Wiederaufbau von Evakuierungszentren, flutsicheren Unterkünften und Sanitäranlagen sollen die Lebensbedingungen der Bevölkerung verbessert und an die Gefährdung angepasst werden.

Außerdem soll die Land- und Viehwirtschaft durch vorsorgende Strategien gestärkt und Verluste durch zukünftige Überschwemmungen von vornherein minimiert werden. action medeor unterstützt unter anderem die Ausbildung von Tiergesundheitshelfern und Schulungen für die Kleinbauern in angepasster Landwirtschaft und Viehhaltung. Gemeinsam mit den Frauen werden Gemüsegärten angelegt und Methoden der Nahrungskonservierung geübt.

Hilfe zur Selbsthilfe steht im Mittelpunkt aller Aktivitäten. Deshalb werden zu Beginn des Projekts Dorfkomitees aufgebaut, die die Organisation und Verantwortung für alle Projektaktivitäten selbst übernehmen. Wichtiger Bestandteil aller Maßnahmen sind deshalb Aufklärungs- und Schulungsveranstaltungen zu Themen wie Dorforganisation, Beteiligung von Frauen, Erste Hilfe und Katastrophenvorsorge. Mit dem Projekt werden jedoch nicht nur die Selbsthilfekapazitäten der Dorfbevölkerung gestärkt. Um alle Maßnahmen auch über die Projektlaufzeit hinaus zu verankern, werden auch die lokalen Behörden mit in die Aktivitäten eingebunden.

Projektinformationen

Projektinhalt
Stärkung der Vorsorge- und Selbsthilfekapazitäten der Bevölkerung
Zielgruppe
34 Dörfer, 1.340 Familien, 7.420 Personen
Projektgebiet
Distrikt Mirpurkhas, Provinz Sindh, Pakistan
Projektbeschreibung
Bau von 250 flutsicheren Unterkünften
Ausbesserung von Zugangsstraßen
Bau von Evakuierungszentren
Bau von Wasser- und Sanitäreinrichtungen
Aufklärung zu Hygiene und Katastrophenvorsorge auf Dorfebene und in Grundschulen
Bau von Biosandfiltern
Ausbildung von Tiergesundheitshelfern
Bau von Küchengärten
Training zu Nahrungskonservierung und Ernährung
Training zu Katastrophenvorsorge (Gefahrenkartierung, Evakuierungsübungen)
Projektlaufzeit
September 2013 – August 2016
Projektvolumen
608.000 €
Projektförderer
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Projektnummer
6100079
Projektverantwortlicher
Katharina Wilkin