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Wiederaufbau und gemeindebasierte Katastrophenvorsorge auf den Philippinen

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    In der Anfangsphase des Projektes wurden 1.500 Familien mit Saatgut und Baumaterialien versorgt...
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    ... sowie durch den Taifun zerstörte Unterkünfte wiederhergestellt.
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    Im nächsten Schritt wurden Dorfkomitees gegründet, die die weiteren Aktivitäten der Katastrophenvorsorge entwickeln und umsetzen.
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    Die Komiteemitglieder übernehmen die Verantwortung für die Umsetzung der Maßnahmen.
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    Zu den wichtigsten Aktivitäten gehört der Aufbau von Saatgutlagern zum Schutz vor zukünftigen Verlusten...
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    ...sowie Erste Hilfe Trainings, ...
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    ...damit besonders in schwer zugänglichen Gemeinden die Menschen selbst in der Lage sind, einander zu helfen.

Nach der akuten Nothilfephase in Folge von Taifun Haiyan unterstützt action medeor nun den Wiederaufbau von Lebensgrundlagen der betroffenen Bevölkerung auf den Philippinen. Zusammen mit dem philippinischen Netzwerk CDRC und drei seiner Partner erhalten knapp 1500 Familien direkte Hilfe bei der Rehabilitierung ihrer landwirtschaftlichen Lebensgrundlagen. So werden Kleinbauern durch die Beschaffung von Saatgut, Nutztieren und Baumaterialien entsprechend ihres jeweiligen Bedarfs unterstützt.

Parallel dazu werden in elf Gemeinden Trainings und Workshops zum Thema Katastrophenvorsorge mit der Bevölkerung durchgeführt und Katastrophenvorsorgekomitees gegründet. Gemeinsam wird die Menschen potenzielle Risiken (beispielsweise Überschwemmungen, Erdrutsche, Taifune) beurteilen, besonders anfällige Personen, Einrichtungen und Einkommensgrundlagen herausstellen und Maßnahmen zum Schutz vor Verlusten und Schäden identifizieren und umsetzen. Die Komiteemitglieder übernehmen die Verantwortung bei der Umsetzung dieser Aktivitäten. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören die Ausbildung von Erst- und Rettungshelfern, die Erarbeitung eines Frühwarnsystems innerhalb der Gemeinden und die regelmäßige Durchführung von selbstorganisierten Evakuierungsübungen.

Wie im November 2013 bei Taifun Haiyan zu sehen war, kann es im Katastrophenfall einige Tage dauern, bis Hilfe von außen die Dörfer erreicht. Besonders für entlegene und schwer zugängliche Gemeinden in Bergregionen oder auf Inseln ist es daher notwendig, eigene Nothilfekapazitäten aufzubauen. Oftmals kommt es dabei auf schnelle Hilfe an. Durch verbesserte Warnsignale und die Einübung von Evakuierungsszenarien können Verletzungen bis hin zu Verlusten von Menschenleben vorgebeugt werden. Mit der Ausbildung und Ausstattung von Erst- und Rettungshelferteams sind die Gemeinden selber in der Lage, schnelle medizinische Hilfe zu leisten. Eine weitere Vorkehrung zum Schutz der Lebensgrundlage der Bevölkerung ist der Bau von überschwemmungssicheren Lagerräumen für Futtermittel oder Saatgut.

Die Maßnahmen sind abhängig von den jeweiligen Bedingungen vor Ort und werden daher von der Bevölkerung selber geplant und durchgeführt. action medeor und seine Partner begleiten den Prozess, beraten die Bevölkerung bei der Planung und unterstützen die Umsetzung finanziell.

Projektinformationen

Projektinhalt
Rehabilitierung der Lebensgrundlagen, Verbesserte Katastrophenvorsorge
Zielgruppe
1.480 Familien
Projektgebiet
Provinzen Negros Occidental, Capiz, Mindoro Occidental; Philippinen
Projektbeschreibung
Verteilung von Saatgut, Nutztieren, Baumaterialien
Durchführung von Katastrophenvorsorgetrainings
Ausbildung von Erst- und Rettungshelfern
Durchführung von Evakuierungsübungen, Frühwarnung
Identifizierung und Umsetzung von Vorsorge- und Vorbereitungsmaßnahmen
Workshop zu Katastrophenvorsorge und Klimaanpassung
Projektlaufzeit
März 2014 – August 2015
Projektvolumen
470.000 €
Projektförderer
Aktion Deutschland Hilft (ADH)
Projektnummer
6100088
Projektverantwortlicher
Katharina Wilkin