Aktuelle Seite:

Krise im Südsudan seit 2013

Geflüchtete Familien, viele Frauen und Kinder, suchen innerhalb des Südsudans Schutz

Geflüchtete Familien, viele Frauen und Kinder, suchen innerhalb des Südsudans Schutz

Ein lange schwelender Konflikt zwischen den Bevölkerungsgruppen Dinka und Nuer ist im Dezember 2013 in offene Gewalt eskaliert.

Über 10.000 Menschen kamen bereits ums Leben, über eine Millionen wurden vertrieben und sind auf der Flucht. Die Flüchtlinge mussten ihren gesamten Besitz zurücklassen und haben ihre Einkommensquellen verloren.

Jetzt droht den Menschen im Südsudan eine Hungersnot, bereits heute sind Hunderttausende stark unterernährt. Im April und Mai herrscht Regenzeit im Land, wodurch die Ernährungssituation noch weiter verschärft wird. Überflutungen und die Unpassierbarkeit von Transportwegen erschweren die Versorgung der Menschen. Zudem mussten viele Menschen ihre Felder und ihren Besitz verlassen, um vor der Gewalt zu fliehen, und sind können ihre Felder dadurch nicht mehr bestellen.

Familien, die nicht vertrieben wurden, haben häufig Freunde und Verwandte aufgenommen und müssen nun die Ernährung von teils mehr als zehn Personen pro Haushalt sicherstellen. Bereits jetzt steigen die Preise für Lebensmittel und andere Güter. Zudem ist der Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitärer Versorgung schlecht, die Folge sind Mangelernährung und Krankheit. Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren ist mit 231 pro 1000 Lebendgeburten sehr hoch, in Deutschland liegt dieser Wert bei weniger als vier. Zudem ist mehr als jedes vierte Kind im Südsudan unterernährt.