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Nahrungsmittelverteilung und Basisgesundheitsversorgung

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2014 waren bis zu 1,1 Millionen Menschen – dies entspricht in etwa 10% der Gesamtbevölkerung Guatemalas – von einer Dürre und Kaffeeplage betroffen. Die Auswirkung der Ernteausfälle reichen weit in das Jahr 2015 hinein.

Die arme Bevölkerung der Hochlandregion an der äußersten Grenze zu Mexiko lebt vor allem von Subsistenzwirtschaft (Landwirtschaft für den Eigenbedarf), sowie saisonabhängig von der Arbeit als Tagelöhner großer Kaffeeplantagen. Die Kleinbauern aus der Provinz Huehuetenango im Südwesten des Landes, die zur besonders marginalisierten, indigenen Bevölkerung gehören hat es im Jahr 2014 gleich doppelt getroffen: Zunächst traten die lange erwarteten Regenfälle nicht ein, dann befiel eine Kaffeeplage großflächig die Pflanzungen. Auswirkungen waren hohe Ernteausfälle, viele Familien mussten ihre Nahrungsmittelvorräte aufbrauchen und langfristig benötigte Produktionsmittel veräußern um Nahrungsmittel zu erwerben. Besonders Säuglinge und Kinder sind von akuter oder schwerer Unterernährung betroffen, aber auch besonders schwangere Frauen und ältere Menschen haben unter der fehlenden Nahrungsmittelsicherheit  und die durch die Dürre bedingte  Verschlechterung der sanitären Bedingungen und die Wasserqualität zu leiden. 

In Zusammenarbeit mit dem Projektpartner UCIIS wurde an etwa 65 Familien, ca. 350 Personen, in der Projektregion Grundnahrungsmittel (Reis, Bohnen, Mehl und Zucker) verteilt. Zusätzlich konnte für zwei Monate in Vollzeit ein Arzt eingestellt werden, der für die Behandlung aller Gemeindemitglieder und der angrenzender Gemeinden zur Verfügung stand. So konnten die nach der Dürre und Kaffeeplage dringend benötigten Behandlungen zeitnah durchgeführt werden. 

Projektinformationen

Projektinhalt
Nahrungsmittelverteilung und Basisgesundheitsversorgung
Zielgruppe
von der Dürre und Kaffeeplage betroffene Bevölkerung von Chej´bal
Projektgebiet
Chej´bal, Huehuetenango, Guatemala
Projektbeschreibung
Verteilung von Lebensmitteln (Mais, Bohnen, Zucker, Reis) an 65 von der Dürre und Kaffeeplage betroffene Familien
Finanzierung eines Allgemeinmediziners, der 2 Monate lang 5-6 Tage wöchentlich für die Dorfbevölkerung zur Verfügung steht
Projektlaufzeit
März 2015 – Mai 2015
Projektvolumen
6.000 €
Projektnummer
6100105
Projektverantwortlicher
Charlotte Nelles