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Mobile medizinische Versorgung

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    Verheerende Monsunregenfälle verursachten im Jahr 2011 erhebliche Überschwemmungen im Süden Pakistans. Es fehlte an Lebensmitteln und sauberem Trinkwasser, die hygienischen Zustände waren mangelhaft.
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    Viele Menschen litten unter Haut- und Atemwegserkrankungen, Durchfall, Magendarmerkrankungen und allgemeinen Schwächezuständen. Medizinische Versorgung wurde dringend benötigt.
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    Teil des Projekts war die mobile Gesundheitsversorgung. Dabei fuhren Fachkräfte zu den betroffenen Menschen, um diese zu behandeln.
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    Auf dem mobilen Weg konnten besonders viele Betroffene erreicht werden. Für zahlreiche Menschen stellte sie außerdem den einzigen Zugang zur medizinischen Versorgung dar.
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    Neben Medikamenten und ärztlicher Versorgung erhielten die Menschen Moskitonetze, Decken und Wasserentkeimungstabletten. So konnte ihre Lage erheblich verbessert werden.
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    Das Projekt wurde schließlich verlängert, um noch mehr Menschen erreichen zu können. Nun beinhaltete die Versorgung auch Impfkampagnen für Kleinkinder und Frauen im gebärfähigen Alter.
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    Zur Stärkung der eigenen Selbsthilfekräfte wurden außerdem informelle Gemeindegesundheitshelfer ausgebildet, die zukünftig helfen können.
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    Darüber hinaus richteten sich die Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen auch an traditionelle Geburtsthelferinnen, die über Hygiene und Risikoschwangerschaften aufgeklärt wurden.

Im August und September 2011 kam es im Süden Pakistans zu massiven Monsunregenfällen, die insbesondere im Südosten der Provinz Sindh zu erheblichen Überschwemmungen geführt haben.

Zur Katastrophenregion gehören auch die Gebiete, die noch unter den Auswirkungen der Flut aus dem Spätsommer 2010 leiden. Laut Bericht der UN sind ca. 5,5 Millionen Menschen von den Überschwemmungen betroffen. Zudem hat die Flut einen Großteil der Ernte vernichtet. Mangelhafte hygienische Bedingungen, Lebensmittelknappheit und Mangel an sauberem Trinkwasser sowie der Stress der letzten Monate schlagen sich auf den Gesundheitszustand der Betroffenen nieder. Häufige Krankheiten sind etwa Haut- und Atemwegserkrankungen, Durchfall, Magendarmerkrankungen und allgemeine Schwächezustände.

Verbesserung der Gesundheitsversorgung

Mit finanzieller Unterstützung von Aktion Deutschland Hilft, dem Auswärtigen Amt und in Zusammenarbeit mit dem lokalen Partner Participatory Village Development Programme (PVDP) half action medeor in drei aufeinanderfolgenden Projekten den Menschen im Taluka (Verwaltungseinheit) Samaro durch mobile Gesundheitsversorgung. Medizinische Fachkräfte fuhren mit Medikamenten und Verbrauchsmaterial ausgestattet direkt zu den Menschen in den betroffenen Dörfern, die oftmals auf sich alleine gestellt waren, und leisteten professionelle medizinische Versorgung.

Zusätzlich wurden Moskitonetze, Decken und Wasserentkeimungstabletten an 4.000 Haushalte in der Projektregion verteilt und von Aufklärungsveranstaltungen zu Gesundheit und Hygieneverhalten begleitet. Diese Hilfe war besonders wichtig, da das Wasser durch heftige Regenfälle in weiten Teilen noch nicht zurückgegangen war und die Menschen sich dementsprechend in einer prekären Lage befanden.

Unterstützung und Prävention

Insbesondere Frauen und Kinder litten unter den katastrophalen Lebensbedingungen. So entschied action medeor sich im April 2012 dazu, die Hilfe auszuweiten und die medizinische Versorgung verlängern. So konnte weiteren betroffenen Menschen Zugang zu medizinischer Versorgung ermöglicht werden.

Neben der kurativen Behandlung wurden in Zusammenarbeit mit der Distriktverwaltung diverse Impfkampagnen für Kleinkinder und Frauen im gebärfähigen Alter durchgeführt. Zur Stärkung der eigenen Selbsthilfekräfte wurden außerdem informelle Gemeindegesundheitshelfer ausgebildet und traditionelle Geburtshelferinnen in den Bereichen Hygiene und Erkennen von Risikoschwangerschaften fortgebildet.

Projektinformationen

Projektinhalt
Verbesserung der medizinischen Grundversorgung und der hygienischen Lebensbedingungen
Zielgruppe
6.000 Familien mit Hilfsgütern, Bevölkerung aus dem Tauluka Samaro durch die mobile Einheit
Projektgebiet
Pakistan, Provinz Sindh, Distrikt Umerkot, Taluka Samaro
Projektbeschreibung
Verteilung von Hilfsgütern (Wasserentkeimungstabletten, Decken, Moskitonetzen, Hygienekits)
Gesundheitsversorgung über mobile Einheiten
Gesundheits- und Hygieneaufklärung
Training von Gesundheitshelfern und Geburtshelferinnen
Impfkampagnen
Projektlaufzeit
Oktober 2011 – Februar 2012; April 2012 – Juni 2012
Projektvolumen
315.000 Euro
Projektförderer
Auswärtiges Amt
Aktion Deutschland Hilft (ADH)
Projektnummer
6100060, 6100064, 6100065
Projektverantwortlicher
Katharina Wilkin