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Aufklärung und Behandlung während der Ebola-Krise in Bo, Sierra Leone

Die Ebola-Epidemie in Westafrika hat das ohnehin schwache Gesundheitssystem in der Region stark beeinträchtigt. Neben dem Anstieg der Krankheitsfälle durch die Epidemie selbst kam es außerdem zu großen Engpässen in der Behandlung anderer Erkrankungen, da Einrichtungen schließen mussten oder völlig überlastet waren.

Wie viele andere Krankenhäuser in Sierra Leone musste auch das Gilas Hospital des Vereins Hilfe Direkt Sierra Leone in Bo zum Schutz des Personals vor Ebola schließen, bis ein funktionierendes Konzept zu Diagnostik und Behandlung entwickelt wurde. Erst dann können Menschen, die nicht an Ebola, aber an anderen Krankheiten wie Malaria, Typhus, Infektionen oder Atemwegs- oder Magen-Darm-Krankheiten leiden, endlich wieder behandelt sowie Geburten durchgeführt werden.

Gemeinsam mit dem Verein „Hilfe Direkt Sierra Leone“ gewährleistet action medeor die Versorgung dieser Patienten im Gilas Hospital. Patienten, die positiv auf Ebola getestet werden, werden in einem speziellen Behandlungszentrum in Bo von „Ärzte ohne Grenzen“ versorgt.

In Sierra Leone werden die Haushalte von Ebola-Patienten zum Schutz vor weiterer Ausbreitung der Infektion für 21 Tage unter Quarantäne gestellt. Die Bewohner werden in dieser Zeit vom Staat mit Lebensmitteln unterstützt. Da diese Lebensmittel aber nur unregelmäßig geliefert werden und sehr spärlich ausfallen, werden im Rahmen des Projektes Haushalte zum einen mit Lebensmitteln aber auch mit Büchern für Kinder unterstützt. Speziell auch diese Unterstützung der Kinder ist sehr wichtig, da die Schulen in der Region während der Ebola-Epidemie für viele Monate geschlossen waren.

Als weitere Komponente des Projektes wird die Bevölkerung beispielsweise über Radiosendungen über die Krankheit Ebola informiert.

Projektinformationen

Projektinhalt
Aufklärung über Schutz vor Ebola und Gesundheitsversorgung von Patienten mit anderen Krankheiten
Zielgruppe
20.000 Personen
Projektgebiet
Bo und 15 umliegende Gemeinden, Sierra Leone
Projektbeschreibung
Aufklärung über den Schutz vor Ebola, v.a. über Radio
Wiedereröffnung bzw. Aufrechterhaltung der normalen Krankenversorgung am Gilas Hospital und 15 kleinen Gesundheitsposten
Unterstützung von Quarantäne-Haushalten
Projektlaufzeit
Dezember 2014 – Juni 2015
Projektvolumen
46.843 €
Projektförderer
RTL Stiftung, Stern-Stiftung
Projektnummer
6100100
Projektverantwortlicher
Susanne Schmitz