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Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Großmüttern in Uganda

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    Das Projekt bringt die Großmütter der Gemeinden zusammen.
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    Der Bedarf an Gesundheitsversorgung ist bei den alten Menschen sehr groß.
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    Die Gesundheitscamps sind speziell auf ältere Frauen ausgerichtet.
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    Kompliziertere Fälle werden an ein Krankenhaus überwiesen.
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    Ältere Menschen brauchen häufig spezielle Medikamente, die in den meisten Gesundheitszentren nicht erhältlich sind.
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    Ein mobiles Team führt Aufklärungsarbeit in den Gemeinden durch.

In Uganda leben 36 Millionen Menschen, über sieben Prozent davon mit dem HI-Virus. Diese hohe Krankheitsrate führt dazu, dass jedes fünfte Kind ein Aidswaise ist. Wo die Elterngeneration fehlt, ist die Rolle der Großmütter umso wichtiger, oftmals kümmern sie sich um die Kinder. Besonders in ländlichen Gebieten Ugandas leben die Großmütter oftmals in Armut und schlechter Gesundheit, häufig unbeachtet von Entwicklungsprogrammen und internationaler Hilfe.

Geringes und unbeständiges Einkommen, unzureichende Gesundheitsversorgung und fehlende Schul- und Ausbildung erschweren die Situation der älteren Frauen. Zudem bedeutet die überwältigende Zahl an HIV/Aids Patienten und Kindern, die ihre Eltern durch Aids verloren haben oder selbst mit dem HI-Virus infiziert sind, eine enorme Belastung für die Großmütter, die nun häufig die Verantwortung für die Familien tragen. Nicht nur die fehlenden finanziellen Ressourcen, auch die schlechte Ausstattung der Gesundheitszentren und die unzureichende Ausbildung des Gesundheitspersonals schränken den Zugang zu gesundheitlicher Versorgung zusätzlich ein. Das trifft ältere Menschen besonders hart, da sie altersbedingt andere Krankheitsbilder haben und spezielle Behandlung und Medikamente benötigen. Diese sind in den meisten ugandischen Gesundheitszentren aber nicht erhältlich.

Um die gesundheitliche Versorgung für Großmütter zu verbessern, führt die lokale Partnerorganisation Phoebe Education Fund for HIV/AIDS Orphans (PEFO) spezielle Gesundheitscamps für ältere Frauen durch. Zudem soll eine Gemeindegesundheitsversicherung eingeführt werden, in die jede der 600 Frauen des Projektes monatlich einzahlt. Aus dem Fonds werden dann die Gesundheitscamps teilweise refinanziert und Überweisungen komplizierter Fälle an größere Krankenhäuser bezahlt. Zudem wird Gesundheitspersonal aus acht Gesundheitszentren im Projektgebiet sowie 40 Mitglieder von Dorfgesundheitsteams im Bereich Geriatrie weitergebildet. Aufklärungsarbeit in den Gemeinden und bei staatlichen Stellen ist ebenso Teil des Projektes und zielt auf eine nachhaltige Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Großmüttern und Witwen in Uganda ab.

Projektinformationen

Projektinhalt
Verbesserter Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen für ältere Frauen
Zielgruppe
500 Großmütter und 100 Witwen, die sich um HIV-infizierte Kinder oder Aidswaisen kümmern
Projektgebiet
Butagaya, Budondo und Mafubira Sub-County, Jinja District, Uganda
Projektbeschreibung
Einrichtung einer Gemeindegesundheitsversicherung für Großmütter
Durchführung von Gesundheitscamps
Bereitstellung von Medikamenten für ältere Patienten
Geriatrietraining für Gesundheitspersonal (Village Health Teams und Gesundheitsstationen)
Aufklärungskampagnen und Lobbyarbeit
Projektlaufzeit
November 2013 – Oktober 2014
Projektvolumen
20.000 €
Projektnummer
6000153
Projektverantwortlicher
Jutta Herzenstiel