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    Das Ernährungszentrum in Montroius wird gebaut...
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    ... und feierlich eröffnet.
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    Mangelernährung bei Kindern ist ein großes Problem in der Region.
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    Im neuen Zentrum erhalten diese Kinder eine spezielle Ernährungstherapie.
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    Um die Situation langfristig zu verbessern werden Gemüsegärten angelegt.

Nach dem Erdbeben im Januar 2010 kamen etwa 18.000 Flüchtlinge nach Montrouis, etwa 70 km nördlich von Port-au-Prince. Für die ohnehin strukturschwache Region stellt das eine zusätzliche Belastung dar.

Weitere Flüchtlinge können von der Bevölkerung nicht mehr aufgenommen werden; zudem ist das rudimentäre haitianische Gesundheitssystem mit den Folgen der Naturkatastrophe überfordert. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist unterernährt, mehr als drei Viertel hat keinen Zugang zu Sanitäreinrichtungen. Sauberes Trinkwasser ist nur begrenzt verfügbar und es fehlt an medizinischem Fachpersonal. Kinder sind von dieser Notlage oft in besonderem Maße betroffen: Ihr Immunsystem ist schwächer als das von Erwachsenen, deshalb sind sie anfälliger für Krankheiten und weisen häufig Symptome chronischer und akuter Mangelernährung auf. Viele haben ihre Eltern während des Erdbebens verloren. Vor diesem Hintergrund setzt sich action medeor in Zusammenarbeit mit der lokalen Partnerorganisation OSAPO für die Verbesserung der Gesundheitssituation in Montrouis ein.

Behandlung mangelernährter Kinder

Im geplanten Projekt erhalten dreihundert mangelernährte Kinder eine individuell abgestimmte Ernährungstherapie. Hierfür ist der Bau eines Zentrums vorgesehen, in dem die nötigen klinischen Verfahren zur Diagnose und Behandlung durchgeführt werden können. Zudem soll das Ernährungszentrum als Versammlungsort für die Fortbildungen zum Thema gesunde Ernährung fungieren und auf die Bedürfnisse von Kindern zugeschnitten sein. Spiele werden bereitgestellt und im Umfeld des Zentrums ist ein Kinderspielplatz vorgesehen.

Nachhaltige Ernährungssicherung durch Gemüsegärten

Für eine dauerhafte und eigenständige Verbesserung der Ernährungssituation werden 100 Gemüsegärten angelegt. Zudem werden die Menschen bei der Einrichtung einer Geflügelzucht unterstützt. Als Startpaket erhalten die Familien Gartenwerkzeug, Saatgut, Geflügel und Tierfutter. In Workshops wird den Familien das nötige Wissen vermittelt, so dass sich nicht nur die Ernährungssituation vieler Kinder entscheidend ändern, sondern auch eine nachhaltige Einkommensquelle für die Familien geschaffen wird.

Verbesserung der Hygienesituation

Mangelnde Hygiene, verunreinigtes Trinkwasser und fehlende Sanitäranlagen führen zu Durchfallerkrankungen, Wurmbefall und anderen Infektionskrankheiten wie Cholera. Bei bereits geschwächten Kindern können diese Erkrankungen leicht einen dramatischen Verlauf nehmen.

Zugang zu sauberem Trinkwasser und Sanitäreinrichtungen sind daher Grundvoraussetzung für eine Reduzierung der hohen Kindersterblichkeit. In diesem Zusammenhang sollen 300 Haushalte bei dem Bau von Latrinen unterstützt werden. Die Partnerorganisation OSAPO betreibt eine Gesundheitsstation mit einem Einzugsgebiet von 52.000 Menschen und bietet ihnen ansonsten unbezahlbare Gesundheitsleistungen an.

Die Unterstützung zur Verbesserung der Hygienesituation wird in der Bereitstellung von Medikamenten, der technischen Ausstattung zur Energieversorgung durch Solarenergie sowie Trainingsworkshops für das medizinische Personal bestehen.

Projektinformationen

Projektinhalt
Verbesserung der Hygiene- und Ernährungssituation von Kindern
Zielgruppe
Bevölkerung der Region Montrouis, insbesondere Kinder
Projektgebiet
Montrouis, Haiti
Projektbeschreibung
Ernährungstherapie für 300 mangelernährte Kinder
Fortbildungen zu gesunder Ernährung
Unterstützung bei der Einrichtung von Geflügelzucht und Gemüsegärten
Bau von Latrinen zur Verbesserung der Hygienesituation
Projektlaufzeit
Februar 2013 – Januar 2015
Projektvolumen
820.565 €
Projektförderer
RTL Stiftung
Projektnummer
6100076
Projektverantwortlicher
Miriam Speh