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Gesundheitsversorgung für indigene Gemeinschaften in Venezuela

Die Lage vieler venezolanischen indigenen Gemeinden ist katastrophal: viele Menschen haben keinen Zugang zu einer angemessenen Gesundheitsversorgung während gleichzeitig Ausbrüche von Krankheiten immer mehr zunehmen. Gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation ACOANA setzt sich action medeor dafür ein, dass besonders gefährdete Haushalte dringend benötigte medizinische Hilfe erhalten.

In Venezuela sind das öffentliche sowie Großteile des privaten Gesundheitssystems nicht mehr in der Lage, die Grundbedürfnisse der Bevölkerung an medizinischer Versorgung zu decken. Der Zusammenbruch des öffentlichen Gesundheitssystems, der oft katastrophale Zustand der Krankenhäuser sowie die politische Instabilität sind nur einige Punkte, die diesen Notstand hervorrufen.

Epidemische Ausbrüche von vermeidbaren und behandelbaren Krankheiten wie beispielsweise Malaria sind die Folge - insbesondere die indigene Bevölkerung ist davon betroffen.

Verdrängt und teilweise isoliert, leben die Gemeinden der Yekuana- und Sanema-Bevölkerung in den Waldgebieten rund um den Caura-Fluss ohne jeglichen Zugang zu medizinischer Versorgung. Diese Gemeinden erhalten keine staatliche Hilfe und bisher auch keine humanitäre Unterstützung von Hilfsorganisationen. Die Folgen sind dramatisch: die Zahl der Malaria-Erkrankungen ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen, bereits ausgerottete Krankheiten treten wieder auf und die Sterblichkeitsrate in der Region steigt an.

Das Projekt: Stärkung der medizinischen Versorgung

Das zentrale Ziel des Projektes ist es, die Überlebensfähigkeit der einheimischen Bevölkerung zu verbessern und vor allem den Zugang zu Gesundheitsversorgung für besonders gefährdete Haushalte wiederherzustellen. Dazu gehören insbesondere Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Behinderungen.

Zentral berücksichtigt wird dabei das konzeptionelle Modell der Erhaltung des traditionellen indigenen Territoriums. Dabei soll die Bevölkerung mitbeteiligt werden und Gesundheit sowie die moderne medizinische Versorgung in das traditionelle Leben der indigenen Gemeinschaften integriert werden.

Die lokale Partnerorganisation ACOANA führt bereits seit 2019 humanitäre Maßnahmen in dem Projektgebiet durch und erreicht damit etwa 53 indigene Gemeinden in den Waldgebieten am Caura-Fluss.

Das aktuelle gemeinsame Projekt beinhaltet verschiedene Maßnahmen, um die medizinische Versorgung der Menschen in den Gemeinden zu verbessern. Diese beinhalten unter anderem die Verbesserung der Kapazitäten der Gesundheitshelfer in den Gemeinden, die Kontrolle und Eindämmung epidemischer Malariaausbrüche unter anderem durch die Verteilung von Moskitonetzen und die Behandlung von insbesondere chronisch Erkrankten Patient:innen. Außerdem werden im Rahmen des Projektes benötigte Medikamente und medizinische Materialien bereitgestellt und unter anderem eine Gemeindeklinik ausgestattet.

Ergänzend dazu sollen im Rahmen des Projektes die Lebensbedingungen bedürftiger Haushalte verbessert werden.

Projektinformationen

Zielgruppe
Yekuana- und Sanema-Bevölkerung aus 53 Gemeinden (jeweils etwa 3.300 und 1.200 Menschen)
Projektgebiet
Gemeinde Sucre, Bolívar, Venezuela
Partner
ACOANA



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