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Verbesserung der Basisgesundheitsversorgung in Guatemala

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    Im Projekt werden Schulungen in Anbau, Ernte und Verarbeitung von Heilpflanzen durchgeführt.
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    Gesundheitspromotoren erhalten kleine Hausapotheken, aus denen die Bevölkerung mit dringend benötigten Medikamenten versorgt werden kann.

Guatemala ist ein Land mit vier Ethnien: Maya, Garífuna, Xinca und Ladinos (Mestizen). Die Mayas sind mit 60 Prozent der Bevölkerung die größte Ethnie. Obwohl sie die Mehrheit der Bevölkerung darstellen, werden die indigenen Gruppen oft ausgeschlossen und offen diskriminiert. Zudem sind mehr als drei Viertel der indigenen Bevölkerung Guatemalas arm.

Die Hälfte der Bevölkerung hat keinen Zugang zu Basisgesundheitsleistungen. Das guatemaltekische Gesundheitssystem ist westlich geprägt und berücksichtigt beispielsweise die Kenntnisse der Maya-Medizin nicht. Viele Menschen im Projektgebiet sterben an einfach zu behandelnden Krankheiten der Atemwege, Durchfall und Unterernährung, da die medizinische Versorgung nicht ausreichend ist. Außerdem fehlt es an Erfahrung zu Anbau und Wirkung von Heilkräutern, so dass die Möglichkeiten, die diese Pflanzen für die kostengünstige medizinische Versorgung der Menschen bieten, nicht ausgeschöpft werden können.

Um die Gesundheitsversorgung der Menschen im Projektgebiet zu verbessern, unterstützt action medeor die Anlage eines botanischen Gartens sowie eines Gewächshauses zum Anbau von Heilpflanzen. Hier werden zehn Personen in Anbau, Ernte und Verarbeitung der Pflanzen und der Produktion von pflanzlichen Heilmitteln fortgebildet. Zudem werden 20 Gesundheitspromotoren fortgebildet, die ihr Wissen zu Nutzung der Arznei an Familien aus Gemeinden im Projektgebiet weitergeben.

Um eine bessere Versorgung der Bevölkerung auch mit konventionellen Medikamenten zu erreichen, wird außerdem eine zentrale Apotheke aufgebaut und eingerichtet, aus der wiederum kleine Hausapotheken beliefert werden. Diese Hausapotheken sind bei den Gesundheitspromotoren eingerichtet, die für die Hausapotheken, deren regelmäßige Ausstattung und Ausgabe der Medikamente zuständig sind.

Projektinformationen

Projektinhalt
Verbesserung des Zugangs zu qualitativ hochwertigen koventionellen und pflanzlichen Medikamenten für die ländliche Bevölkerung
Zielgruppe
Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche aus ländlichen Gebieten mit wenig oder keinem Zugang zu Basisgesundheitsleistungen
Projektgebiet
ländliche Gemeinden in San Miguel Pochuta, Chimaltenango, Guatemala
Projektbeschreibung
Anlage eines botanischen Gartens mit 20 Heilpflanzen
Bau eines Gewächshauses für Heilpflanzen
Fortbildung von 10 Produzenten von Heilpflanzen
Fortbildung von 20 Gesundheitspromotoren
Aufbau einer regionalen Apotheke
Einrichtung von Hausapotheken bei Gesundheitspromotoren
Projektlaufzeit
Januar 2014 – März 2016
Projektvolumen
57.000 €
Projektnummer
6000152
Projektverantwortlicher
Charlotte Nelles