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Verbesserung der Basisgesundheitsversorgung in Mexiko

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    Das neue Gesundheitszentrum im Bau...
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    ... und nach seiner Fertigstellung im Juli 2013.
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    Das Team des Gesundheitszentrums feiert das einjährige Bestehen.
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    An das Gesundheitszentrum ist auch eine Apotheke angeschlossen.
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    Außerdem umfasst das Projekt die Ausbildung von Gesundheitspromotoren, die in der Bevölkerung über Hygiene, Ernährung und Vorsorge informieren.
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    Über einen mobilen Gesundheitsdienst werden auch abgelegene Gemeinden erreicht.

Im äußersten Süden Mexikos sind die Menschen sehr arm, ein großer Teil der Bevölkerung muss mit weniger als einem Dollar pro Tag überleben. Die Menschen auf dem Land sind abgeschnitten von staatlichen Einrichtungen wie Schulen, Gesundheitszentren oder Wasser- und Stromversorgung. Zudem sind sie nach wie vor durch Sprach- und kulturelle Barrieren von staatlichen Leistungen ausgeschlossen und häufig offen diskriminiert.

Vor allem Kinder leiden unter der extrem schlechten gesundheitlichen Versorgung in der Hochland-Region. Immer wieder erkranken sie an Atemwegsinfektionen, Grippe und Durchfall - Erkrankungen, die mit einfachen Mitteln versorgt und kuriert werden können. Zudem sind besonders Neugeborene aufgrund der schlechten Versorgung nach der Geburt gefährdet. Durch die häufigen Erkrankungen und die armutsbedingte Mangelernährung sind die Kinder in ihrem gesunden Wachstum von Anfang an eingeschränkt und haben geringe Chancen, als Jugendliche und Erwachsene aus dem Teufelskreis der Armut auszubrechen.

Im Rahmen des Projektes erhielt ein bestehender Gesundheitsposten, der in einem vorherigen Projekt gemeinsam von Madre Tierra Mexico und action medeor aufgebaut wurde, ein neues, größeres Gebäude und wird um eine Geburtsstation erweitert. Die Eröffnung des Gesundheitszentrums war Ende Juli 2013. Derzeit werden im Gesundheitszentrum monatlich etwa 400 Patienten von zwei Ärzten behandelt. Seit Januar 2015 ist außerdem ein Zahnarzt vor Ort. Zehn Gesundheitspromotoren unterstützen den Arzt, leisten Gesundheitsaufklärung in den Hochland-Gemeinden und verwalten die Gesundheitszentrum. Weitere 20 Gesundheitspromotoren helfen ehrenamtlich aus.

In Fortbildungen über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren wurden mehrere Ausbildungsjahrgänge, insgesamt etwa 30 Gemeindemitglieder, zu Gesundheitspromotoren ausgebildet. Zentrale Themen sind die Vorbeugung von Krankheiten, Ernährung, Hygiene und Sanitärversorgung, sowie die Diagnose und Behandlung von Krankheiten. Außerdem wurden acht bereits praktizierende traditionelle Geburtshelferinnen sowie zehn weitere interessierte Frauen systematisch zu Geburtshelferinnen aus- bzw. weitergebildet, um die Versorgung von Schwangeren zu verbessern.

Im Rahmen von Aufklärungskampagnen werden insgesamt bis zu 30.000 Personen über Radioprogramme und Plakatkampagnen erreicht. Themen sind Früherkennung von Risiken vor, während und nach der Geburt für Mutter und Kind und die Prävention von Gewalt gegen Frauen.

Das Gesundheitszentrum wird von der Bevölkerung sehr gut angenommen. Die finanzielle Unabhängigkeit soll vor allem durch die vielfältigen Angebote und Dienstleistungen garantiert werden – 24/7 Betreuung (7 Tage die Woche 24 h), Sprechstunden und Behandlung beim Allgemeinmediziner und Zahnarzt, Labordienstleistungen, angeschlossene Apotheke für den Kauf von Medikamenten und Drogeriebedarf, mobiler Gesundheitsdienst, Krankentransporte sowie Brillenverkauf, aber auch durch die zahlreichen Kooperationen, die unsere Partner mitlerweile durch die große initiale Unterstützung durch action medeor und das BMZ eingehen konnten.

Projektinformationen

Projektinhalt
Verbesserung der Basisgesundheitsversorgung und verbessertes Vorsorgeverhalten
Zielgruppe
arme kleinbäuerliche und indigene Bevölkerung von 42 ländlichen Gemeinden, insgesamt 30.000 Personen
Projektgebiet
Gemeinde Union Jamaica/El Triunfo im Bundesstaat Chiapas, Hochland von Süd-Mexiko
Projektbeschreibung
Bau und Ausstattung einer Gesundheitsstation mit Geburtsstation (fertiggestellt im Juni 2013)
Fortbildung von traditionellen Geburtshelferinnen
Grundausbildung von Gesundheitspromotoren
Aufklärungskampagnen über sexuelle und reproduktive Gesundheit in indigenen Hochland-Gemeinden
Gesundheitskampagnen
Projektlaufzeit
Oktober 2011 – August 2015
Projektvolumen
636.096 €
Projektförderer
BMZ, Walter und Hannelore Lappe-Stiftung
Projektnummer
6000133
Projektverantwortlicher
Charlotte Nelles

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