Aktuelle Seite:

Spenden bewegt Somalia: Nach der Dürre die Flut

  • Slide 1Tausende Menschen suchen in provisorischen Hütten Shcutz vor dem Regen.
    Tausende Menschen suchen in provisorischen Hütten Schutz vor dem Regen.
  • Slide 2Dorf unter Wasser
    Bis Mitte Mai suchten monsunartige Regenfälle zahlreiche Dörfer in der Hiraan-Region heim.
  • Slide 3Provisorische Hütten in Somalia
    In den provisorischen Unterkünften verbreiten sich Krankheiten schnell.

Nachdem in Somalia in den letzten Jahren eine verheerende Dürre herrschte, suchten nun monsunartige Regenfälle die Hiraan Region in Zentralsomalia heim.

Gebeutelt vom Schicksal

Viele Monate, teilweise Jahre, hatte es in Regionen Somalias nicht mehr geregnet. Aufgrund der anhaltenden Dürre vertrockneten viele Ernten komplett. Seit Mitte April sorgt nun anhaltender Regen für einen Ausnahmezustand: Flüsse traten über ihre Ufer hinaus, ganze Dörfer und Felder sind überschwemmt. Über 1200 Familien in der Region mussten ihre Hütten verlassen und haben anderswo Zuflucht gesucht.

action medeor unterstützt bereits seit einigen Jahren die Bevölkerung in der Region im Kampf gegen die Ernährungsunsicherheit. In Zusammenarbeit mit dem lokalen Partner WARDI kümmert sich action medeor vor Ort unter anderem um Schulungen in nachhaltiger Agrarwirtschaft und die Anschaffung und Verteilung von Produktionsmitteln. 

Krankheiten breiten sich aus

Sechs der Projektdörfer sind besonders stark betroffen von den monsunartigen Regenfällen und dadurch ausgelösten flutartigen Überschwemmungen. Dies berichtete uns ein Mitarbeiter des Projektteams von WARDI in einer E-Mail: „Tausende Menschen suchen in angrenzenden Dörfern Schutz. Durch die mangelnde Hygiene in den notdürftigen Unterkünften und die Feuchtigkeit verbreiten sich Krankheiten wie Malaria rasend schnell. Besonders dringend benötigen wir Decken, Abdeckplanen, Moskitonetze und Medikamente.”

Dramatische Ernteausfälle

Auch längerfristig wird hier Hilfe beim Wiederaufbau benötigt werden. Denn was die Dorfbewohner erwartet, wenn sie in ihre Dörfer zurückkehren, ist noch ungewiss. Projektleiterin Katharina Wilkin von action medeor hofft, nach der ersten Soforthilfe, das Projekt wie geplant weiterführen zu können: „Die meisten Felder stehen bereits seit Mitte April unter Wasser unter Wasser. 138 Kleinbauern werden trotz der sehr guten Vorbereitung keine Ernte erzielen und verlieren somit ihre wichtigste Lebensgrundlage. Um die negativen Folgen des Hochwassers zu verringern, ist es jetzt wichtig die Kleinbauern erneut mit Saatgut, Dünger und Werkzeugen zu unterstützen. So können sie nach Abfluss des Hochwassers erneut die Felder bestellen, um zeitnah Ernteerträge einzufahren und Einkommen zu erzielen.“

Hintergrund zum Projekt:

Die Lebensgrundlage der Dorfbevölkerung in Somalia besteht hauptsächlich aus Ackerbau, Viehzucht und Fischerei. Als Folge der anhaltenden gewaltsamen Auseinandersetzungen sowie der enormen klimatischen Herausforderungen, hat sich die Ernährungssicherheit in den letzten Jahren weiter verschlechtert: Besonders für die ärmsten Familien besteht ein extrem hohes Risiko an Unterernährung.

So hilft Ihre Spende

Um zehn Menschen mit Moskitonetzen auszustatten, benötigt action medeor:
33,00 Euro

Um 20 an schwerer Malaria erkrankte Kinder mit Infusionslösungen zu behandeln, brauchen wir: 
100,00 Euro

Antibiotika, um 50 Kinder mit einer Lungenentzündung zu behandeln, kosten: 
250,00 Euro

Oder unterstützen Sie die Hilfe von action medeor mit einem Spendenbetrag Ihrer Wahl. Jeder Euro hilft!

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen