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Pressemitteilungen medeor eröffnet zweite Verteilungsstelle für Medikamente in Tansania

Tönisvorst, 15. August 2013. action medeor hat ein zweites Medikamentenlager in Masasi im Süden von Tansania eingerichtet und beliefert nun von dort die vielen kleinen und kaum ausgestatteten Gesundheitsstationen noch schneller und direkter. Unser Medikamentenlager in Dar es Salaam hat sich in Tansania bewährt, und es kamen in letzter Zeit immer öfter Anfragen, ob wir nicht auch in Masasi ein Lager errichten könnten, sagt Christoph Bonsmann, Vorstand von medeor und Apotheker.

In Tansania ist die Gesundheitsversorgung in den ländlichen Regionen katastrophal. Es fehlt an lebenswichtigen Medikamenten. Mit seinem Lager in Dar es Salaam, die Drei-Millionen-Stadt liegt im Osten Tansanias am Indischen Ozean, hat medeor bereits eine große Lücke in der Medikamentenversorgung geschlossen und auch von dort aus den Süden des Landes beliefert. Doch die Versorgung ist von Dar es Salaam aus schwierig. Masasi ist zwar nur 600 Kilometer von Dar es Salaam entfernt, in der Regenzeit ist die zum Teil nicht asphaltierte Strecke allerdings kaum passierbar und eine Fahrt kann mehrere Tage dauern, so Bonsmann. Der Bischof von Tunduru, Castor Paul Msemwa, bot action medeor ein Gebäude auf dem Grund der Diözese in Masasi an, um dort ein Medikamentenlager einzurichten. Unterstützung kam insbesondere von dem Hamburger Intralogistik-Spezialisten Jungheinrich, seit vergangenem Jahr ein Kooperationspartner und Förderer von medeor, der die Lagerausstattung, unter anderem kleinere Flurförderzeuge und Regalanlagen, für die Räume finanzierte: Wir freuen uns, medeor mit unserem Intralogistik-Know-how nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit zur Seite zu stehen. Das Medikamentenlager in Tansania ist hierfür ein gutes Beispiel, betont Hans-Georg Frey, Vorsitzender des Vorstandes Jungheinrich AG.

Für medeor ist das zweite Medikamentenlager ein weiterer Schritt, um die medizinische Versorgung in Tansania zu verbessern. Jetzt können wir von Masasi aus die ganz kleinen Gesundheitsstationen, die bisher sehr schlecht ausgestattet sind, versorgen, sagt Bonsmann. Dass medeor nun auch in Masasi ein Medikamentenlager hat, sprach sich in Windeseile herum. Schon in der ersten Woche konnten wir neben unseren bestehenden Kunden, die sonst nach Dar es Salaam kamen, 20 neue Gesundheitsstationen, die bisher die Wege scheuten, mit Medikamenten versorgen, so Bonsmann. medeor finanziert die Ausstattung der Gesundheitsstationen über die Abgabe der Medikamente zum Selbstkostenpreis oder als Spende. Für medeor ist die zweite Niederlassung allerdings auch eine Herausforderung, denn die Bestellungen der Gesundheitsstationen sind oft sehr klein, so dass der Aufwand dann nicht immer alle Kosten deckt. Aber genau an dieser Stelle sind wir als Hilfsorganisation gefragt, sagt der Apotheker.

medeor ist für seine Medikamentenhilfe dringend auf Spenden angewiesen:
Volksbank Krefeld 555 555 555, BLZ 320 603 62, Stichwort „Medikamente retten Leben“

Medikamente retten Leben

Kein Mensch auf dieser Welt soll an behandelbaren oder vermeidbaren Erkrankungen leiden oder sterben. Das ist die Vision von action medeor. Alle Menschen sollen Zugang zu Medikamenten und medizinischer Behandlung haben. Doch das ist noch Zukunftsmusik. Jedes Jahr sterben fast 10 Millionen Kleinkinder an einfach zu behandelnden Krankheiten wie Durchfall oder einer Infektion. Für Menschen, die in Armut leben und sich keine Medikamente leisten können, steigt das Risiko, eine leicht zu behandelnde Krankheit nicht zu überleben.

Nachhaltige Hilfe beginnt vor Ort. action medeor unterstützt deshalb den Aufbau von Gesundheitsstrukturen direkt in den betroffenen Regionen mit einheimischen Partnern. Medikamentenhilfe ist dabei ebenso Bestandteil der Arbeit wie Prävention und Aufklärung. Seit fast 50 Jahren verschickt medeor Medikamentenpakete von Tönisvorst aus in 140 Länder an kleine und große Gesundheitseinrichtungen, kirchliche und nicht-kirchliche Institutionen sowie nationale und internationale Hilfsorganisationen, im vergangenen Jahr waren es 10.785 Medikamentenpakete in 109 Länder.

Mit der action medeor International Healthcare gGmbH hat medeor 2004 in Dar es Salaam eine lokale Arzneimittelverteilerstelle aufgebaut. Sie belieferte im vergangenen Jahr 204 Gesundheitsstationen mit Medikamenten und medizinischem Equipment für rund 1,2 Millionen Euro. Die zweite Niederlassung soll nun die Versorgung der kleinen weit abgelegenen Gesundheitsstationen im Süden Tansanias und im Norden Mosambiks erleichtern.

Medien

Foto2.52 MB

  • Bildunterschrift: Mitarbeiter der tansanischen Niederlassung mit Handgabelhubwagen
  • Quelle: action medeor
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