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Mitarbeiter von action medeor besuchen ein Flüchtlingscamp in der Demokratischen Republik Kongo.

Mitarbeiter von action medeor besuchen ein Flüchtlingscamp in der Demokratischen Republik Kongo. © action medeor

Fluchtursachen im Kongo nehmen kein Ende: action medeor leistet Nothilfe und unterstützt bessere Gesundheits- und Sanitärversorgung

Mangelernährung, Ebola, Gewalt, Überschwemmungen – es gibt viele Ursachen, die die Menschen in der Demokratischen Republik Kongo in die Flucht treiben. Jetzt kommen auch noch steigende Corona-Zahlen und ein Vulkanausbruch hinzu, der weitere 500.000 Menschen flüchten und um ihr Leben bangen ließ. Zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni macht action medeor auf das Schicksal dieser Menschen aufmerksam.

„Unsere Partner vor Ort berichten uns, dass sich einige Familien in Schulen, Kirchen oder bei Bekannten in Sicherheit bringen konnten. Aber viele leben ohne jeden Schutz unter freiem Himmel“, schildert Vorstandssprecher Sid Peruvemba die Umstände vor Ort. „Die Menschen stehen vielfach vor dem Nichts, haben alles verloren“, so Peruvemba. Die lokalen Partner von action medeor melden einen großen Bedarf an Gesundheitsversorgung, sauberem Wasser und Nahrungsmitteln. Inzwischen sind erste Hilfsmaßnahmen im Bereich Gesundheit und Wasser und Hygiene auf den Weg gebracht, auch mit Hilfe von Spenden aus Deutschland.

„In der Demokratischen Republik Kongo zeigt sich wie in einem Brennglas die Wirkung unterschiedlicher Fluchtursachen“, so Peruvemba. Das Land hat die größte Anzahl an Binnenflüchtlingen in Afrika, rund 5,5 Millionen Menschen. Zusätzlich gibt es über 500.000 Flüchtlinge aus den Nachbarländern, vor allem aus Burundi. „Die Menschen suchen Schutz vor Hunger und Gewalt und geben deshalb ihre Heimat auf“, so Peruvemba.

In der Region Süd-Kivu, wo action medeor mit seinen Partnerorganisationen aktiv ist, treffen diese unterschiedlichen Flüchtlingsströme zusammen. „Die Region liegt an der Grenze zu Burundi und auch in der Nähe des Vulkans Nyiragongo, der in den letzten Wochen zusätzliche Fluchtbewegungen ausgelöst hat“, berichtet Peruvemba. Neben der Angst vor gewalttätigen Banden und der schlichten Flucht vor dem Hunger kommt somit noch eine Naturkatastrophe hinzu.

„Fluchtursachen sind oft komplex, und es braucht zu ihrer Bekämpfung ebenso differenzierte Maßnahmen“, fordert Peruvemba. Dazu gehören laut action medeor unter anderem die Bekämpfung von Armut und Hunger, der Aufbau funktionierender Gesundheitssysteme und auch die Katastrophenvorsorge. „Der Weltflüchtlingstag macht uns einmal mehr darauf aufmerksam, dass wir hier in der Pflicht sind. Es braucht tragfähige Strukturen, um den Menschen ein Mindestmaß an Sicherheit und Gesundheit zu verschaffen.“




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