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Pressemitteilungen Medikamente für den Jemen

Besonders für die Kinder sind Mangelernährung und Krankheiten eine große Bedrohung. Gemeinsam mit lokalen Partnern leistet action medeor medizinische Hilfe

Besonders für die Kinder sind Mangelernährung und Krankheiten eine große Bedrohung. Gemeinsam mit lokalen Partnern leistet action medeor medizinische Hilfe © action medeor / ADRA

Nach vier Jahren Krieg leben die Menschen im Jemen inmitten der schlimmsten humanitären Katastrophe unserer Zeit.

Vier Jahre Krieg im Jemen – das sind vier Jahre Leid für die Zivilbevölkerung, Krankheit, Seuchen und Hunger. Mehr als 50 Prozent der medizinischen Einrichtungen im Land sind geschlossen. Die Ärztinnen und Ärzte in den verbleibenden Krankenhäusern und Gesundheitsstationen versuchen verzweifelt, die kranken, verletzten und teilweise lebensgefährlich unterernährten Patienten zu versorgen. Die Menschen im Jemen leben inmitten der schlimmsten humanitären Katastrophe unserer Zeit.

Mit Unterstützung von Aktion Pro Humanität und der Stiftung Seibt bringt action medeor eine große Sendung mit medizinischen Hilfsgütern auf den Weg in den Jemen. Ein 20-Fuß Container gefüllt mit Medikamenten und medizinischem Material im Wert von 128.000 Euro wird in die jemenitische Hafenstadt Aden verschifft und von dort aus durch die Partnerorganisation MOAS an drei Krankenhäuser und 47 Gesundheitseinrichtungen sowie fünf mobile Kliniken im Süden des Landes verteilt.

„Wir sind extrem dankbar für die großzügige Unterstützung durch action medeor. Die fortlaufende Hilfe durch action medeor ist von unschätzbarem Wert für unsere erste Hilfsaktion im Jemen. MOAS Aufgabe ist es, das Leid der weltweit verletzlichsten Gemeinschaften zu lindern. Wir konnten wir nicht untätig bleiben angesichts einer der aktuell größten humanitären Krisen. Wir sind sicher, dass die jetzt nach Aden verschifften Medikamente und Hilfsgüter einen sofortigen und lebensrettenden Effekt haben werden. Ein riesiges Dankeschön an action medeor dafür“, berichtet action medeor-Partnerin Regina Catrambone, Direktorin und Mitgründerin von MOAS. action medeor und MOAS verbindet eine enge Partnerschaft – bereits im Rahmen der Nothilfe für die Geflüchteten im Mittelmeerraum leisteten die Organisationen gemeinsam medizinische Hilfe.

Die aktuelle Hilfslieferung wird im Jemen dringend erwartet: Seit Oktober 2016 erlebt der Jemen den schwersten Cholera-Ausbruch der Geschichte. Mehr als 1,3 Millionen Menschen erkrankten, 2,500 Menschen starben. Zwischenzeitlich gingen die Fallzahlen zurück, aber jetzt kommt die Cholera wieder: Alleine in den ersten beiden Märzwochen gab es 40.000 neue Cholera-Fälle, besonders Kinder unter 15 Jahren sind betroffen.

Die desolate Situation des Gesundheitssystems und die weit verbreitete Unterernährung lassen der Ausbreitung von Krankheiten leichtes Spiel. „Je länger dieser Konflikt andauert, desto größer wird das Leid der Zivilbevölkerung. Inzwischen benötigen 80 Prozent der Menschen im Jemen humanitäre Hilfe. Als Notapotheke der Welt unterstützen wir lokale Gesundheitseinrichtungen, um das Leid vor Ort zu lindern – für eine wirkliche Verbesserung der Lebensbedingungen ist aber dringend eine politische Lösung des Konflikts notwendig“, so action medeor Vorstandssprecher Bernd Pastors.

Gemeinsam mit medizinischen Teams vor Ort engagiert sich action medeor bereits seit 2017, um die medizinische Basisversorgung der Bevölkerung zu unterstützen. Alleine im Jahr 2018 brachte action medeor aus dem Medikamentenlager in Tönisvorst Hilfsgüter im Wert von über einer Million Euro auf den Weg in den Jemen. Auch 2019 geht die Hilfe weiter, denn der Bedarf an Medikamenten ist hoch wie nie zuvor.

Um die Gesundheitseinrichtungen im Jemen weiterhin mit Medikamenten unterstützen zu können, ist action medeor auf Spenden angewiesen:

Sparkasse Krefeld BIC: SPKRDE33
IBAN: DE78320500000000009993
Stichwort: Jemen
Oder per Online-Spende unter www.medeor.de/spenden




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