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Pressemitteilungen Zwei Jahre nach dem Erdbeben

Janika Simon lebt seit anderthalb Jahren in Haiti und  koordiniert die Projekte vonaction medeor.

Janika Simon lebt seit anderthalb Jahren in Haiti und koordiniert die Projekte vonaction medeor.

Tönisvorst, 10. Januar 2012. Es tut sich was in Haiti. Mühsam – aber es geht voran. Das sagt Janika Simon von action medeor. Sie betreut die Projekte des Medikamenten-Hilfswerks seit dem Erdbeben am 12. Januar 2010 vor Ort.

Noch immer leben rund 500.000 Menschen in Haiti in Zelten und Notunterkünften. Und noch immer sind viele Menschen auf Hilfe angewiesen. „Haiti steht seit dem Erdbeben vor einer Herkulesaufgabe: Häuser, Straßen, Schulen und Gesundheitseinrichtungen müssen seither wieder aufgebaut werden“, sagt Janika Simon. „Der Staatsapparat kämpft mit beschränkten Ressourcen und korrupten Instanzen.“ Doch es gibt auch Hoffnung.

medeor hat seit dem Erdbeben insgesamt 125 Tonnen Medikamente und medizinisches Equipment nach Haiti versendet und unterstützt seine Partner bei der Ende 2010 ausgebrochenen Choleraepidemie. „Im Rahmen der Cholerabehandlung haben wir ein Cholerabehandlungs-Zentrum ausgestattet, medizinisches Personal finanziert und Gesundheitshelfer im Bereich der Aufklärungsarbeit und Hygieneschulungen ausgebildet. Außerdem haben wir Sanitär- und Trinkwasseranlagen bereitgestellt.“

Neben dieser akuten Hilfe engagiert sich medeor vor allem auch im Bereich der pharmazeutischen Fachberatung. „Wir schulen pharmazeutische Fachkräfte mit dem Ziel, die Qualität von lokal hergestellten Medikamenten zu verbessern“, berichtet Janika Simon. „Wir kommen in Haiti voran, aber wir müssen auch geduldig und hartnäckig sein.“ Sie nennt ein Beispiel: „ Stellen Sie sich mal vor, Sie gehen zu einer öffentlichen Anstalt, um einen Antrag zu stellen und der zuständige Sachbearbeiter verfügt nicht einmal über Papier und Stift!“

Medien

Bild 1 (JPEG)

Bildunterschrift: Janika Simon lebt seit anderthalb Jahren in Haiti und koordiniert die Projekte der action medeor. Hier ist sie im Gespräch mit einem Bauingenieur, der Jugendliche im Bereich des Baus von Trockentoiletten ausbildet.

Quelle: Aktion Deutschland Hilft / Alice Smeets

Bild 2 (JPEG)

Quelle: Aktion Deutschland Hilft / Alice Smeets

Bild 3 (JPEG)

Quelle: Aktion Deutschland Hilft / Alice Smeets

Die Hilfe der action medeor in Zahlen

Alle unten aufgeführten Maßnahmen werden von lokalen Partnern der action medeor durchgeführt. Ziel ist es, dass nach Beendigung der Projektlaufzeit durch action medeor die Projekte von den einheimischen Kräften fortgeführt werden.

Im Bereich Gesundheit

Bisher hat medeor 23 Gesundheitshelfer ausgebildet, dafür gesorgt dass 18.000 Menschen durch mobile Kliniken wöchentlich medizinisch versorgt werden, 45.000 Menschen durch Radiokampagnen über Gesundheit aufgeklärt und ebenso viele Menschen über Hygienemaßnahmen zur Vermeidung von Cholera geschult und über 1600 Cholerapatienten versorgt.

Im Bereich Wasser und Sanitäranlagen

medeor hat dafür gesorgt, dass 15.000 Menschen durch den Bau einer Trinkwasser-Filteranlage sauberes Trinkwasser bekommen, 50 Trockentoiletten gebaut, 1000 Hygienekits verteilt und 1000 Menschen über Hygiene und Gesundheit aufgeklärt wurden.

Im Bereich Bildung

medeor hat eine Grund- und Sekundarschule mit Krankenzimmern für 350 Schüler gebaut, ein Schülerwohnheim für 150 Schüler und einen Werkhof gebaut, um Jugendliche in der Herstellung von Trockentoiletten auszubilden. Bisher hat medeor 16 Jugendliche zu Trockenmaurern ausgebildet.

Zwei weitere große Projekte laufen zurzeit an: In Lamardelle ist die Ausstattung eines Gesundheitszentrums, die Ausbildung von zehn Gesundheitshelfern und die Schulspeisung von 700 mangelernährten Kindern geplant. In Cerca Carvajal wird medeor dafür sorgen, dass Gesundheitshelfer und Hebammen ausgebildet werden, außerdem eine Schule repariert und für den Besuch von 250 auf 400 Kinder erweitert wird.



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