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Pressemitteilungen Bessere Wasserversorgung für burundische Flüchtlinge

Emmanuel Limi von action medeor kümmert sich um die Trinkwasserversorgung für burundische Flüchtlinge im Ostkongo.

Emmanuel Limi von action medeor kümmert sich um die Trinkwasserversorgung für burundische Flüchtlinge im Ostkongo. © action medeor

Sauberes Wasser ist für viele Menschen nicht selbstverständlich. Darauf macht der Weltwassertag aufmerksam.

„Jeden Tag sterben fast 5.000 Kinder, weil sie keinen Zugang zu sauberem Wasser haben und viele Millionen Menschen werden durch verschmutztes Wasser und katastrophale Hygienezustände krank“, sagt Emmanuel Limi von action medeor. Er ist gerade aus dem Kongo zurückgekehrt und hat sich dort um die Trinkwasserversorgung für burundische Flüchtlinge gekümmert. In vielen Dörfern der Region Süd-Kivu im Ostkongo ist die Trinkwasserversorgung sowohl für die Flüchtlinge als auch für die lokale Bevölkerung nur jeden dritten Tag möglich.

„Die Zahl der Krankheitsfälle ist stark angestiegen“, so Limi. Wenn Kinder und Erwachsene zu wenig trinken, werden sie ernsthaft krank. Besonders Kinder sind gefährdet. Sie verdunsten über die Haut relativ mehr Flüssigkeit, und sie sind deshalb schnell von Austrocknung bedroht. „Eine Durchfallerkrankung“, so Limi, „ ist für sie lebensbedrohend.“ action medeor ist zusammen mit seiner lokalen Partnerorganisation AFPDE (Association de Femmes pour la Promotion et le Développment Endogène) seit Beginn der Flüchtlingskrise im April 2015 vor Ort und konnte dank der Unterstützung des Auswärtigen Amtes den Zugang zur Trinkwasserversorgung und zur Basisgesundheitsversorgung für burundische Flüchtlinge und die lokale Bevölkerung deutlich verbessern.

„Wir haben in dem Dorf Munguli einen Wassertank mit zwanzig Kubikmetern gebaut und zwei eingetrocknete Wasserquellen wieder funktionsfähig gemacht. Dadurch wird jeder Einwohner in dem Dorf pro Tag mit 65 Liter Trinkwasser versorgt“, sagt Limi. „Ein zweiter Wassertank mit fünf Kubikmetern wird in einer Gesundheitsstation in dem Nachbardorf Mboko gebaut. Damit ist die Versorgung für das Krankenhaus und die Dorfbewohner gewährleistet. Viele Frauen mussten zum Beispiel vorher nach einer Entbindung viele Kilometer laufen, um sich mit Wasser zu versorgen. Die Hygienebedingungen haben sich dadurch in dem Krankenhaus deutlich verbessert, d.h. es kommen weniger Infektionen vor.“

action medeor will bis zum Ende des Jahres für 150.000 Menschen, darunter 50.000 Flüchtlinge, den Zugang zu sauberem Trinkwasser sichern. Dafür ist action medeor auf Spenden angewiesen.

Spendenkonto action medeor:

Sparkasse Krefeld
BIC: SPKRDE33
IBAN: DE78320500000000009993
Stichwort: „Hilfe für burundische Flüchtlinge“

Oder jetzt spenden über unser Onlineformular.

Hintergrund:

Die Unruhen, die aufgrund der verfassungswidrigen Wiederwahl des burundischen Präsidenten Pierre Nkurunzzia im Juli 2015 ausgebrochen sind, haben sich in Burundi zu einem andauernden politischen Konflikt mit gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Regierungsarmee und bewaffneten Gruppen entwickelt. Seit April 2015 sind rund 36.000 Menschen in die Demokratische Republik Kongo geflüchtet - bis Ende 2017 wird diese Zahl laut der Prognosen des UNHCR auf 50.000 ansteigen. Die DR Kongo ist selbst durch langjährige und anhaltende Konflikte und fragile Staatlichkeit geschwächt und ist nicht in der Lage, die geflüchteten Menschen aufzunehmen. „Die Menschen im Ostkongo sind selbst durch Flucht und Vertreibung belastet und können ihren eigenen Lebensunterhalt kaum bestreiten“, beschreibt Emmanuel Limi die Situation vor Ort. „Viele burundische Flüchtlinge sind im UNHCR-Camp Lusenda. „Doch das platzt aus allen Nähten. Es war zunächst nur für 20.000 Menschen ausgelegt, jetzt leben dort über 26.000 Menschen, 60 Prozent davon sind Kinder.“

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