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Kurzmeldungen Keine Frau zurücklassen: Einsatz für Frauenrechte in Kolumbien

Über ihre Radioprogramme erreicht Doly Enriquez auch Frauen in abgelegenen Regionen, die sonst keine Informationen und Beratung über Frauenrechte erhalten könnten.

Über ihre Radioprogramme erreicht Doly Enriquez auch Frauen in abgelegenen Regionen, die sonst keine Informationen und Beratung über Frauenrechte erhalten könnten. © action medeor / Taller Abierto

Doly Enriquez gestaltet und leitet das Radioprogramm aus unserem gemeinsamen Projekt mit der lokalen Partnerorganisation Taller Abierto in Kolumbien. In unserem Projekt begleiten, betreuen und versorgen wir Überlebende von Gewalt über Telefon und Radiosendungen psychologisch, medizinisch und rechtlich und bieten Aufklärung und Informationen.

Südamerika verzeichnet weit mehr Gewalttaten gegen Frauen als alle anderen Regionen der Welt. Aber engagierte Frauen wie Doly wollen diese Lage ändern und setzen sich aktiv für Rechte und Sicherheit ein!

Die Corona-Pandemie hat die Situation vieler Frauen weiter verschärft, denn Hilfsangebote sind zeitweise geschlossen oder nicht erreichbar. Gerade jetzt sind also die Informations- und Beratungsangebote per Telefon und Radio wichtiger denn je! Die Radioprogramme werden über einen indigenen Sender ausgestrahlt und erreichen so auch Frauen und Mädchen in abgelegenen Gebieten. Thematisiert werden Fragen im Zusammenhang mit sexueller Gesundheit und Frauenrechten, Gewaltlosigkeit und Friedenskultur.

Das Projektgebiet in den Provinzen Cauca und Valle del Cauca ist stark vom anhaltenden bewaffneten Konflikt betroffen: viele Familien sind vertrieben worden, vor allem indigene Frauen und Jugendliche erleben oft Gewalt, kennen ihre Rechte nicht und haben keinen Zugang zu psychosozialen Gesundheitsdienstleistungen, Entschädigungsmechanismen oder rechtlicher Beratung.

action medeor und die lokale Organisation Taller Abierto führen bereits seit mehr als zehn Jahren gemeinsam Projekte in Kolumbien durch. Seit 1992 setzt sich die Partnerorganisation für die Förderung und Stärkung von Frauen und Jugendlichen aus armen Bevölkerungsschichten ein.



Helfen ist selbstverständlich

„Würden meine Familie und ich von einer Naturkatastrophe getroffen werden, würde ich mir auch wünschen, dass es Menschen gibt, die uns helfen. Deshalb ist es für mich selbstverständlich, Menschen, die in Not geraten sind, zu unterstützen.”

Heike Wennmacher, Spenderin


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