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Kurzmeldungen action medeor-Pharmazeutin unterrichtet an Universität von Ruanda

Shushan Tedla, Pharmazeutin bei action medeor, unterrichtet im Rahmen eines Projektes mit Partnern in der Ostafrikanischen Gemeinschaft Masterstudentinnen und Studenten im Bereich „Health Supply Chain Management“.

Frau Tedla, welche Aufgabe übernehmen Sie bei der Durchführung des Programms?

Zusammen mit anderen Partnern hat die RCE-VIHSCM (das Regionale Kompetenzzentrum für die Qualität in der Versorgung mit Gesundheitsprodukten in der Ostafrikanischen Gemeinschaft) den Studiengang „Health Supply Chain Management“ neu entwickelt und für die Durchführung der Module Experten gesucht. Ich unterrichte dort zwei Module und war für den Präsenzunterricht dieser zwei Module vor Ort. An diesem Studiengang nehmen Studentinnen und Studenten aus der Ostafrikanische Gemeinschaft teil. Bei der EAC handelt es sich um eine zwischenstaatliche Organisation, zu der die Länder Kenia, Uganda, Tansania, Burundi, Ruanda und Südsudan gehören.

Warum unterstützt action medeor diesen Studiengang?

Die Mission von action medeor ist es, den Zugang zu Medikamenten zu verbessern und dafür zu sorgen, dass jeder Mensch mit den Medikamenten versorgt werden kann, die er benötigt. Durch das Health Supply Chain Management wird der Zugang zu Medikamenten für die Bevölkerung verbessert. Allgemein handelt es sich beim Health Supply Chain Management darum, dass Abläufe zwischen den Mitgliedern der Lieferkette harmonisiert werden und zusätzlich funktionsübergreifende Geschäftsprozesse in den Mittelpunkt rücken.

In der Region gibt es bisher nur wenige Fachkräfte in diesem Bereich. Durch die Förderung der Ausbildung von Health Supply Chain Managern erhofft sich action medeor, dass die Strukturen in den Ländern der Ostafrikanischen Gemeinschaft verbessert werden und so der Zugang zu Medikamenten für die Menschen vor Ort erleichtert wird.

Welche Module werden von action medeor betreut?

action medeor betreut zum einen das Modul „Introduction to Health Supply Chain Management“, in dem unter anderem Themen wie Gesundheitssysteme in Entwicklungsländern diskutiert werden. Das andere Modul, das durch action medeor betreut wird, ist „Storage and distribution“, hier geht es um Themen wie Lagerung von Medikamenten oder auch den richtigen Umgang mit der Entsorgung von Gesundheitsprodukten.

Wie ist der Unterricht mit den Studierenden?

Es war eine sehr interessante Aufgabe und hat mir große Freude bereitet. Zwar bedeutet die Betreuung der Module auch eine Menge Arbeit, aber es war auch schön zu beobachten, wie sich die Studierenden untereinander ausgetauscht haben. Auch für uns war der Austausch sehr spannend. Die Studenten arbeiten in verschiedenen Bereichen der gesundheitlichen Versorgung, beispielsweise beim Gesundheitsministerium, staatlichen Gesundheitsstationen oder bei staatlichen zentralen Beschaffungsstellen. Jeder Studierende hat von seinen Erfahrungen berichtet, wovon die anderen lernen können. Genauso wie wir bei action medeor.

Eine bereichernde Erfahrung

2020 09 25 WorldPharmacistsDay sEiner der Studenten des Masterstudiengangs Health Supply Chain Management ist Githinji Fredrick, Assistent des leitenden Pharmazeuten am Loitokitok Krankenhaus in Kenia.
„Ich habe mich für diesen Kurs entschieden, weil ich in meiner Arbeit erlebe, wie groß die Herausforderungen im Bereich der Gesundheitsversorgung sind. Der Kurs ist ein wahrer Augenöffner für mich und hat mir sehr geholfen, zu wachsen und mich weiterzuentwickeln.“



Einsatz für Menschen in Not lohnt sich

„Ich erinnere mich gut an eine Schwester, die zu uns kam, um eine Medikamentenspende abzuholen. Bevor sie ging, kniete sie vor uns nieder und bedankte sich mit einem Gebet bei uns. Solche Momente zeigen, dass es sich lohnt, sich für Menschen einzusetzen.”

Rajab Lawe, Apotheker bei action medeor Malawi