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Kurzmeldungen Was macht eine gute Führungskraft aus?

© action medeor

In einem Mentoring-Programm der IST-Hochschule Düsseldorf, der Wirtschaftsförderung des Kreises Viersen, des Verbands der Fach- und Führungskräfte und der Unternehmensberatung Kienbaum Consultants lernen Studierende den Alltag von Managern und Managerinnen kennen. Eines der teilnehmenden Unternehmen ist das Medikamentenhilfswerk action medeor in Tönisvorst.

Wie stelle ich ein Team zusammen, das erfolgreich arbeitet? Wie definiere ich Handlungsspielräume für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen? Was können Unternehmen tun, um Arbeitnehmende zu motivieren? Das sind einige der Fragen, mit denen sich Führungskräfte beschäftigen. Wie diese Fragen im Alltag beantwortet werden, können sich Studierende der IST-Hochschule Düsseldorf seit einem Jahr in der Praxis ansehen. Seitdem gibt es ein Mentoring-Programm der Hochschule und der Wirtschaftsförderung des Kreises Viersen. Auch der Verband der Fach- und Führungskräfte und die Unternehmensberatung Kienbaum Consultants sind eingebunden. Ziel ist es, junge Menschen kurz vor dem Eintritt ins Berufsleben eine erfahrene Führungskraft an die Seite zu stellen, die sich bei der Arbeit über die Schulter schauen lässt und ihre Erfahrungen weitergibt.

Eine der Führungskräfte, die als Mentorin derzeit einen Studierenden unterstützt, ist Dr. Angela Zeithammer, seit sechs Jahren Leiterin des Fachbereichs Kommunikation, Presse und entwicklungspolitische Bildung bei der Gesundheitsorganisation action medeor im niederrheinischen Tönisvorst. „Im Januar gab es ein erstes Treffen zwischen dem Studenten Philip Ende und mir“, schildert Angela Zeithammer. Dabei seien grundsätzliche Punkte besprochen worden, etwa was sich beide Seiten von der Zusammenarbeit versprechen und wieviel Zeit jeder bereit ist, zu investieren. „Mir war wichtig, den Alltag einer Führungskraft kennenzulernen und zu erfahren, was eine gute Führungskraft ausmacht“, sagt Philip Ende. Außerdem habe ihn interessiert zu sehen, wie Hilfe in Krisenländern organisiert und umgesetzt wird. Ein Kernanliegen des jungen Mannes war es, sich ein Netzwerk außerhalb der Hochschule aufzubauen. 

„Wir hatten ursprünglich vor, einige Veranstaltungen gemeinsam zu besuchen“, sagt Angela Zeithammer, „aber durch die Corona-Pandemie war das dann leider nur bei einer größeren Veranstaltung im Februar möglich. Diese Ausstellung zum Thema ‚Globale Gesundheit beginnt bei uns‘ in der Ärztekammer Nordrhein bekam danach allerdings eine ungeahnte Aktualität.“ Außerdem lernte der junge Mann das Unternehmen action medeor kennen, erfuhr einiges über die Logistik der Medikamentenhilfe, die humanitäre Hilfe, die Entwicklungszusammenarbeit und die pharmazeutische Fachberatung, die action medeor in Afrika, Asien und Lateinamerika leistet. „Ich fand es sehr interessant, einen Einblick in die Strukturen und die Arbeit einer Non-Profit-Organisation zu bekommen und bei einem Teammeeting dabei zu sein, um die Führungsqualitäten meiner Mentorin kennenzulernen“, sagt Philip Ende.

Aktuell bewirbt sich der 28-jährige Freiberufler, dessen Masterstudium im Bereich Prävention, Sporttherapie und Gesundheitsmanagement abgeschlossen ist, bei verschiedenen Unternehmen. Angela Zeithammer steht ihm dabei zur Seite. „Wir haben seine Bewerbungsgespräche gemeinsam reflektiert“, sagt die Bereichsleiterin. „Das war sehr hilfreich“, resümiert Philip Ende, „es ist wertvoll, von einer erfahrenen Führungsperson im Hinblick auf die eigenen Entwicklungspotentiale eingeschätzt zu werden.“

Sowohl für den Studenten, als auch für seine Mentorin war die Teilnahme am Programm eine Bereicherung. „Ich reflektiere mich dadurch als Führungskraft und profitiere ebenso von der Sichtweise meines Mentees“, sagt Angela Zeithammer. „Außerdem bietet das Programm eine gute Gelegenheit, einen Blick auf die Region Niederrhein und hier insbesondere den Kreis Viersen als Wirtschaftsstandort und interessanten Arbeitsmarkt zu lenken.“



Recht auf medizinische Versorgung

„Ich unterstütze action medeor, weil das Recht auf medizinische Versorgung keine Landesgrenzen kennen sollte.“

Marieluise Karastergios-Busch, Spenderin