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Hingeschaut – action medeor Blog Habari za Tanzania: Christoph Bonsmann berichtet

Gemeinsam gut am neuen Arbeitsplatz in Tansania angekommen: Christoph Bonsmann - seit April 2024 für action medeor als Generaldirektor Afrika im Einsatz - mit Ehefrau Lorna und Katze Kenia.

Gemeinsam gut am neuen Arbeitsplatz in Tansania angekommen: Christoph Bonsmann - seit April 2024 für action medeor als Generaldirektor Afrika im Einsatz - mit Ehefrau Lorna und Katze Kenia.

No 1 - Mai 2024: Von Katzen und Hühnern

So - es ist geschafft! Unser Bericht aus Tansania hat einen Namen. „Habari za Tanzania“ heißt übersetzt „Nachrichten aus Tansania“. Hier möchten wir in loser Abfolge über große und kleine Dinge aus ganz persönlicher Sicht berichten. Wir, das sind meine Frau Lorna und ich: Christoph Bonsmann. Entsendet von action medeor für die nächsten vier Jahre nach Tansania.

Angekommen sind wir am späten Abend des 7. Aprils und das „wir“ schließt unsere Katze Kenia mit ein.  Kenia ist, anders als der Name vermuten lässt, eine waschechte Tansanierin. Geboren in Arusha vermutlich im November 2010 und heißgeliebt von unseren Kindern und uns.

Der Flug verlief problemlos, wenn man von einem kleinen Zwischenfall im Flieger absieht. Mitten im Steigflug sah ich aus den Augenwinkeln, wie sich unsere freiheitsliebende Katze aus ihrer ausbruchssicheren Reisetasche schälte und mein Sicherheitsgurt zuverlässig verhinderte, dass ich ihre Flucht verhindern konnte. Als ich den Gurt gelöst hatte, war Kenia schon Richtung Business Klasse unterwegs und ich auf allen Vieren nicht weit hinter ihr. Die Aufregung der Flugbegleiterinnen war groß, denn es war ihnen zunächst nicht ersichtlich, aus welchem Grund ein nicht mehr ganz junger Mann auf dem Gang krabbelte. Und kaum war ich unserer Katze ganz nah, drehte sie sich um 180 Grad und floh Richtung Heck. Ich rutschte auf den Knien hinter, was erstaunlicherweise wie von selbst ging, aber physikalisch war ich auf einer Rutschbahn in etwa 4000 Metren Höhe.

Ich mache es kurz: Beim Kreuzungsversuch der Gangway dachte ich „Alles oder Nichts“ und sprang mit einem Satz auf unsere Katze, schnappte sie und hielt sie in einer fließenden und gleichermaßen eleganten Bewegung wie eine Trophäe vor mir. In meinem Kopf brandete der Applaus aller Passagiere auf ob dieser akrobatischen Glanzleistung. In der Realität stürmten alle Flugbegleiterinnen auf mich zu und waren auf das Äußerste empört. Traumatisiert (Katze und ich) verlief der Rest der Reise problemlos.

Tief in der Nacht kamen wir dann an unserem neuen Zuhause an. Zusammen mit meinem Kollegen Gerald hatten wir ein möbliertes Haus gefunden, halbwegs in der Nähe von meinem künftigen Arbeitsplatz. Hamisi (dazu zukünftig mehr) begrüßte uns herzlich auf Kisuaheli und wenig später waren wir tief eingeschlafen. Ich glaube, ich habe von einer Notlandung in Kairo geträumt, bei der ein renitenter Passagier und seine Katze zwangsabgeführt wurde und ich mich an das Kleingedruckte in unserer Haftpflichtversicherung erinnern wollte. Vom Hahnenschrei wurden wir frühmorgens geweckt und ich erlöst von meinen Träumen.

Das war jetzt kaum Tansania und ganz viel Flug. Tansania wird aber kommen. Versprochen!

Bis dahin – Kwaheri!
Christoph & Lorna



Hilfe lohnt sich!

„Seit 2003 sind wir schon ein Team, action medeor & ich, und ich bin so froh, dass ich regelmäßig auf Projektreisen mitgenommen werde. Vor Ort erlebe ich, dass sich Hilfe lohnt.“

Anke Engelke, action medeor-Botschafterin