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Hingeschaut – action medeor Blog Faudhi will Pharmazeut werden

Faudhi macht an der Fachschule Mpanda in Tansania seine Ausbildung zum Pharmazeutisch Technischen Assistenten. Im Video erzählt er, warum er unbedingt Pharmazeut werden will.

Als eine von vier Schulen wurden an der Fachschule Mpanda, in einer ländlichen Region Tansanias, das Labor und die Bibliothek neu ausgestattet.

Doch das Projekt von action medeor zur Verbesserung der pharmazeutischen Ausbildung geht weit über die räumliche Ausstattung hinaus. Denn häufig sind auch die Lehrkräfte nicht ausreichend geschult und die Lehrstandards an den Schulen sehr verschieden.

Kathrin Rolka

„Mit Fachleuten aus dem ganzen Land wurde ein einheitlicher Lehrplan samt Lehrmaterialien erstellt. Das Lehrpersonal wurde in Didaktik und Methodik fortgebildet. An insgesamt vier Schulen wurden Bibliotheken, Labore und Lehrräume erneuert und ausgestattet. Das macht für die Schülerinnen und Schüler einen riesigen Unterschied!“

Kathrin Rolka, verantwortlich für das Projekt bei action medeor

 

Gemeinsam für eine bessere Ausbildung

Um das zu ändern, hat action medeor 2017 eine Multi-Akteurs-Partnerschaft ins Leben gerufen – gemeinsam mit verschiedenen staatlichen Akteuren wie dem Gesundheitsministerium und Zulassungsbehörden, sowie pharmazeutischen Fachschulen und Verbänden und dem Partner Christian Social Service Commission (CSSC).

Gemeinsam wurden die Schwachstellen der pharmazeutischen Ausbildung identifiziert und analysiert und Strategien vereinbart, diese Herausforderungen anzugehen. Seitdem hat sich viel getan: 

  • Lehrmaterial und Handbücher für Lehrpersonal wurde erstellt 
  • 75 Lehrkräfte wurden in Methodik und Didaktik geschult
  • Labore und Bibliotheken von vier pharmazeutischen Schulen wurden renoviert und ausgestattet
  • Ein runder Tisch zur Verbesserung der pharmazeutischen Ausbildung wurde ins Leben gerufen

Erfolgreich studieren

Von diesem Projekt profitieren im ersten Schritt vor allem die Pharmazie-Studentinnen und Studenten, wie Faudhi. Ausreichend Lehrmaterial, ein strukturierter und einheitlicher Lehrplan sowie gut ausgestatte Labore und Bibliotheken bieten die besten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium. 

Für eine bessere Patientenversorgung

Im zweiten Schritt profitieren langfristig die Patientinnen und Patienten, vor allem in den Gesundheitseinrichtungen in den ländlichen, besonders unterversorgten, Regionen Tansanias. Ziel des Projekts ist nämlich unter anderem, dass die Absolvent:innen der Studiengänge vor allem in diesen Regionen zukünftig eine gute Medikamentenversorgung und Patientenberatung sicherstellen.

Darum brauchen wir pharmazeutisches Personal!

Wie wichtig pharmazeutisches Personal für ein Gesundheitssystem ist, das merkt man oft erst, wenn es fehlt. Denn damit Medikamente helfen und wirksam sind, müssen sie richtig gelagert, dosiert und eingenommen werden. Vor allem in den ländlichen Gebieten Tansanias gibt es kaum pharmazeutisches Personal. Die wenigen pharmazeutischen Fachschulen im Land waren oft schlecht ausgestattet, Lehrkräfte nicht ausreichend ausgebildet und die Standards an den Schulen sehr verschieden.

65.000 Apotheker:innen in Deutschland

In Ländern, in denen Medikamente besonders dringend benötigt werden, sind häufig Fälschungen im Umlauf, die gefährliche Nebenwirkungen haben können. Nur mithilfe von pharmazeutischem Fachwissen können diese identifiziert werden. 

Pharmazeutisches Personal das umfasst zum Beispiel Apothekerinnen und Apotheker aber auch technisch-pharmazeutische Assistentinnen und Assistenten. Wir in Deutschland sind da sehr verwöhnt: Allein Apothekerinnen und Apotheker gibt es hier mehr als 65.000. In Tansania können dagegen nur ein Drittel der Gesundheitsstationen auf das Fachwissen von pharmazeutischem Personal zurückgreifen. Mit dem Projekt von action medeor soll sich das ändern!

Das Projekt wird unter anderem mit Mitteln des Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie der Unternehmen Bayer, Boehringer Ingelheim, Merck und Sartorius ermöglicht.

Wir freuen uns, wenn Sie die Arbeit von action medeor mit einer Spende unterstützen, um nachhaltige Projekte wie dieses möglich zu machen!



Ohne Medikamente keine Gesundheit

„Als Apothekerin weiß ich genau, wie wichtig es ist, Menschen mit den richtigen Medikamenten versorgen zu können. Viele meiner Kollegen können das nicht immer. Deshalb unterstütze ich die Arbeit von action medeor schon seit vielen Jahren – mit meiner Apotheke, als Mitglied und als Spenderin.“

Birgit Goerres, Miglied, Spenderin und Apothekerin, Schiller Apotheke in Krefeld


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