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Hingeschaut – action medeor Blog Hilfe, die bleibt: Wir sähen den Samen der Gesundheit

Das Team des Gesundheitszentrums „Sercicio de Salud Integral Campesino“ (SESIC), zu Deutsch „Integrale Gesundheitsdienste für Kleinbauern und -bäuerinnen“

Das Team des Gesundheitszentrums „Sercicio de Salud Integral Campesino“ (SESIC), zu Deutsch „Integrale Gesundheitsdienste für Kleinbauern und -bäuerinnen“ © action medeor / MTM

Noch einmal hingeschaut: Gesundheitszentrum in Mexiko bietet nachhaltig verbesserte Gesundheitsversorgung.

Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen führt action medeor Gesundheitsprojekte in Ländern Lateinamerikas, Afrikas und Asiens durch. Die Schwerpunkte der Projekte sind verschieden: von Ausbildung von Gesundheitspersonal über Aufklärungsprogramme bis zu Baumaßnahmen und der Errichtung von Gesundheits- und Wasserinfrastruktur. Dadurch, dass action medeor die Maßnahmen immer gemeinsam mit lokalen Partnern durchführt, stellen wir sicher, dass die Ergebnisse den Menschen langfristig zu Gute kommen – weit über das Ende des Projektes hinaus. Wie das zum Beispiel aussieht? Charlotte Nelles, Projektreferentin bei action medeor, berichtet über ein Projekt in Mexiko:

Wir hören immer noch regelmäßig von unseren ehemaligen langjährigen Projektpartnern aus Chiapas, Mexiko, Madre Tierra Mexico (MTM): Gemeinsam hatten action medeor und MTM zwischen 2011 und 2015 ein Projekt zur Verbesserung der Basis- und Mutter-Kind-Gesundheit durchgeführt. Ein großer Schwerpunkt dieses Projektes war der Aufbau eines Gesundheitszentrums.

Es erreichten uns nun ganz besonders schöne Nachrichten: Das im Rahmen des Projekts erbaute, wunderschöne Gesundheitszentrum wird auch sechs Jahre nach Projektende weiterhin täglich genutzt und die darin etablierten Dienstleistungen – allgemeinmedizinische und zahnärztliche Versorgung sowie Labor - werden nach wie vor angeboten. Aber das ist nicht alles: Mittlerweile werden, seit Projektbeginn gerechnet, in der sechsten Generation Gesundheitsmultiplikatoren in grundlegenden medizinischen Kenntnissen geschult, die diese in ihren Gemeinden anbieten. Seit kurzem haben sie zusätzlich die Möglichkeit, ein mehrere Tage dauerndes „Praktikum“ am Zentrum zu absolvieren um neben den medizinischen Inhalten auch die Abläufe im Gesundheitszentrum zu erlernen. So können sie regelmäßig Ihre Patienten auch am Zentrum unterstützen.

Auf Grund seiner geographischen Lage im äußersten Südwesten von Mexiko und Nähe zu Guatemala reicht der Einfluss des Zentrums auch über Grenzen hinaus: sogar guatemaltekische Gesundheitsmultiplikatoren werden geschult und ein reger Austausch findet statt.

Im wahrsten Sinne des Wortes wurde, wie der liebevolle Name unserer Projektpartner für das Projekt schon besagt, „der Samen für Gesundheit gesät“!

Das Projekt: Verbesserung der Basisgesundheitsversorgung in Mexiko (2011 – 2015)

Zu Beginn des gemeinsamen Projektes von action medeor und MTM im Jahr 2011 lebten viele Familien im Projektgebiet im Süden Mexikos unter schwierigen Bedingungen: Armut war weit verbreitet, viele Familien hatten keinen Zugang zu staatlichen Einrichtungen wie Schulen, Gesundheitszentren oder Wasser- und Stromversorgung. Vor allem Kinder litten unter der extrem schlechten gesundheitlichen Versorgung: immer wieder erkrankten sie an Atemwegsinfektionen, Grippe und Durchfall - Erkrankungen, die mit einfachen Mitteln versorgt und kuriert werden können. Zudem waren besonders Neugeborene aufgrund der schlechten Versorgung nach der Geburt gefährdet.
Im Rahmen des Projektes erhielt ein bestehender Gesundheitsposten, der in einem vorherigen Projekt gemeinsam von Madre Tierra Mexico und action medeor aufgebaut wurde, ein neues, größeres Gebäude und wird um eine Geburtsstation erweitert. Die Eröffnung des Gesundheitszentrums war Ende Juli 2013. Im Januar 2015 wurde das Angebot um zahnärztliche Versorgung erweitert. Zehn GesundheitspromotorInnen unterstützten den Arzt, leisteten Gesundheitsaufklärung in den Hochland-Gemeinden und verwalteten das Gesundheitszentrum.
In Fortbildungen über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren innerhalb der Projektlaufzeit wurden mehrere Ausbildungsjahrgänge, insgesamt etwa 30 Gemeindemitglieder, zu GesundheitspromotorInnen ausgebildet. Zentrale Themen waren die Vorbeugung von Krankheiten, Ernährung, Hygiene und Sanitärversorgung, sowie die Diagnose und Behandlung von Krankheiten. Außerdem wurden acht bereits praktizierende traditionelle Geburtshelferinnen sowie zehn weitere interessierte Frauen systematisch zu Geburtshelferinnen aus- bzw. weitergebildet, um die Versorgung von Schwangeren zu verbessern.


Helfen ist selbstverständlich

„Würden meine Familie und ich von einer Naturkatastrophe getroffen werden, würde ich mir auch wünschen, dass es Menschen gibt, die uns helfen. Deshalb ist es für mich selbstverständlich, Menschen, die in Not geraten sind, zu unterstützen.”

Heike Wennmacher, Spenderin

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