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Hingeschaut – action medeor Blog Im Einsatz für die psychische Gesundheit von Frauen in Guatemala

Psychologin Ixchel Az Salanic arbeitet im Frauenberatungszentrum in Totonicapán und gehört zur indigenen Gruppe der Maya K’iché.

Während der Corona-Pandemie kommen ganz neue Herausforderungen auf das Team des Frauenberatungszentrums zu: der Bedarf an Beratung und Betreuung steigt immer weiter an, gleichzeitig sind viele Hilfsangebote für die Frauen nicht erreichbar. Über eine Telefon-Hotline und persönliche Termine bietet Ixchel auch während dieser schwierigen Zeit dringend benötigten Rat und Hilfe.

Was sind Ihre Aufgaben im Frauenberatungszentrum?

Ich kümmere mich um die psychische Gesundheit von Frauen, die Gewalt erlebt und überlebt haben. Ich höre ihnen zu und mache ihnen Mut. Außerdem organisiere ich Selbsthilfegruppen, in denen sich Frauen, die ähnliches erlebt haben, austauschen.
Welche Veränderungen können Sie bei den Frauen beobachten?

Durch die Gespräche mit mir und den Austausch in den Selbsthilfegruppen, verändert sich etwas im Inneren der Frauen. Jemand hört ihnen zu, sie fühlen sich verstanden und wissen, dass sie nicht alleine sind. Sie werden selbstbewusster. Für viele Frauen ist das der erste Schritt in ein gesundes und gewaltfreies Leben.

Was sind die größten Herausforderungen in Ihrer Arbeit?

Für mich als Psychologin ist eine der größten Schwierigkeiten, dass viele Menschen eine falsche Vorstellung von meinem Beruf haben. Sie trauen sich nicht, sich in psychologische Behandlung zu begeben, weil sie glauben, dass das nur etwas für „Verrückte“ sei. Dann gibt es noch die Patienten, die glauben ein oder zwei Sitzungen würden direkt ihr ganzes Leben verändern.

Was motiviert Sie in Ihrer Arbeit?

Zu wissen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Durch unsere Kampagnen in den sozialen Netzwerken und im Radio hat sich etwas im Bewusstsein der Menschen verändert. Frauen wissen jetzt, an wen sie sich wenden müssen, wenn sie Hilfe brauchen und dass das auch ihr gutes Recht ist.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Frauen in Totonicapán?

Dass Frauen nicht mehr unterdrückt, abgestempelt und in eine Schublade gesteckt werden. Dass sie ein gesundes Leben frei von Angst und Gewalt führen können.



1:0 für Gesundheit

„Es ist beeindruckend, wie action medeor hilft. Die Fortuna wird diese Arbeit auch in Zukunft unterstützen. Denn hier ist jeder Cent richtig aufgehoben.”

Paul Jäger, Direktor CSR bei Fortuna Düsseldorf



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