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Hingeschaut – action medeor Blog Im Einsatz für Frauen und Mädchen in Sierra Leone

  • Slide 1Hebamme Joyce mit einer Mutter und ihrem Kind
    Seit Joyce ihre Ausbildung abgeschlossen hat, erhalten Mütter in der Region wieder professionelle Begleitung.
  • Slide 2action medeor-Mitarbeiterin Vanessa Hugo mit Lehrkräften der Hebammenschule
    Die Lehrerinnen der Hebammenschule zeigen action medeor- 4 Mitarbeiterin Vanessa Hugo die Übungsräume.

„In Sierra Leone gibt es nicht viele Hebammen. Das war mein wichtigster Grund dafür, Hebamme zu werden.“ Das erzählte mir Joyce, Absolventin des ersten Jahrganges der SOMBO − School of Midwifery in Bo, die action medeor 2017 zusammen mit der örtlichen Caritas eröffnet hat.

In ihrer Arbeit als Hebamme trägt Joyce tagtäglich dazu bei, Müttern und ihren Babys einen guten Start in ein gemeinsames Leben zu ermöglichen.

Ausbildung von Hebammen und Geburtshelfern

Fast sieben Prozent der Gesundheitsfachkräfte des Landes sind in den Jahren 2014 und 2015 durch die Ebola-Epidemie gestorben. Und schon vorher verfügte Sierra Leone über viel zu wenig medizinisches Personal. So gibt es nur 700 Hebammen, obwohl 3.000 benötigt werden, um Mütter und Babys angemessen zu versorgen. Deshalb werden an der SOMBO jetzt jedes Jahr 50 Hebammen und Entbindungspfleger ausgebildet.

Das Recht auf körperliche Unversehrtheit

Neben der Ausbildung von Hebammen liegt action medeor auch ein weiterer Aspekt der Frauengesundheit am Herzen: In Sierra Leone ist, wie in vielen Ländern West- und Nordostafrikas, weibliche Genitalverstümmelung oder -beschneidung ein weitverbreitetes Initiationsritual. In der Regel führen traditionelle Beschneiderinnen ohne medizinische Ausbildung den Eingriff durch, bei dem Teile der äußeren Genitalien meist ohne Betäubung entfernt werden. Immer wieder sterben dabei Frauen und Mädchen durch Blutverlust oder infolge einer Sepsis.

Bei der Entbindung kommt es bei beschnittenen Frauen außerdem häufiger zu Komplikationen und Nachgeburtsblutungen. action medeor setzt sich zusammen mit Partnerorganisationen gegen die gefährliche Praxis ein, weil sie das Menschenrecht auf körperliche Unversehrtheit von Frauen und Mädchen verletzt. Die Ausbildung von mehr medizinischem Fachpersonal ist unverzichtbar, um das Leben von Frauen zu schützen. Aufklärung und Lobbyarbeit für ein Verbot von Genitalbeschneidung sind ebenso Teil der Arbeit.



Kein Mensch soll leiden

„Ich wünsche mir, dass kein Mensch auf dieser Welt leiden muss. Bei action medeor kann ich dazu einen Teil beitragen.”

Florian Rinsch, Auszubildender bei action medeor



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