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Hingeschaut – action medeor Blog Studieren dank action medeor: Ein Bericht aus Tansania

Mit einem Stipendium der action medeor-Stiftung haben junge Menschen in Tansania die Möglichkeit, ein Studium zu absolvieren.

Mit einem Stipendium der action medeor-Stiftung haben junge Menschen in Tansania die Möglichkeit, ein Studium zu absolvieren. © action medeor

Nur 30 Prozent der Gesundheitseinrichtungen in Tansania verfügen über pharmazeutisches Personal. Um das zu ändern unterstützt die action medeor-Stiftung Pharmazie-Studenten mit einem Stipendium. 

Ausbildung von medizinischem Personal

„Gesundheit für alle!” – das ist die Vision, für die action medeor sich weltweit einsetzt. Dazu gehört nicht nur die Versorgung mit lebensnotwendigen Medikamenten, sondern auch die Ausbildung von medizinischem Personal. In Deutschland ist die Anwesenheit von ausgebildeten Pharmazeuten in Gesundheitseinrichtungen unabdingbar. Die Qualität der Medikamente muss überprüft und Fälschungen aufgedeckt werden. Patienten müssen hinsichtlich der Einnahme und Dosierung beraten werden. Zudem ist es wichtig, dass die Medikamente korrekt gelagert werden. Das alles bleibt auf der Strecke, wenn es an entsprechendem Personal fehlt. 

Masterstudium an der MUHAS

An der Muhimbili University of Health and Allied Sciences (MUHAS) in Dar es Salaam in Tansania werden derzeit etwa 4000 Studenten zu Medizinern, Zahnärzten, Pharmazeuten, Krankenpflegern und Gesundheitsmanagern ausgebildet. Zwei von ihnen sind Paul Malaba (27 Jahre) und Mihayo Nyombwe (37 Jahre). Dank eines Stipendiums durch die action medeor-Stiftung können sie Studiengebühren, Unterhalt und Chemikalien bezahlen und sich so ihren Traum vom Master-Studium erfüllen.

Interview mit Mihayo Nyombwe

action medeor masterstudentMihayo Nyombwe hat an der Universität Dar es Saalam zunächst ein Diplom in Pharmazie und anschließend einen Bachelor in Chemie absolviert. Anschließend war er bei verschiedenen pharmazeutischen Unternehmen beschäftigt. Das Stipendium nutzt er um seinen Master in Pharmazeutischer Qualitätskontrolle zu erweben. In diesem Interview berichtet er von seinen Erfahrungen als Master-Student.

 

 

Herr Nyombwe, wie wurden Sie für das Stipendium ausgewählt?

Ich habe mich beworben – und das hat funktioniert!

Hat das Stipendium Ihre Situation oder Ihre Karriereplanung beeinflusst?

Das Stipendium der action medeor Stiftung hat einen großen Einfluss auf meine Situation am Arbeitsplatz. In meinem Masterprogram erwerbe ich genau die Qualifikationen, die ich benötige um effektiv die Qualität der produzierten Arzneimittel zu kontrollieren.

Was gefällt Ihnen am besten am Studium?

Mir gefällt die Betriebsamkeit in der Forschung. Ich hätte niemals gedacht, dass ich an diesem Punkt meiner Karriere so beschäftigt sein würde. Ich bereite gerade einen Forschungsantrag vor. Alles muss von meinem Betreuer gegengelesen und abgesegnet werden. Das ist sehr aufregend für mich.

Können Sie einen Einfluss durch action medeor auf die MUHAS Universität im Allgemeinen feststellen?

Ja, einen positiven Einfluss. Wir präsentieren jetzt unsere Forschungsergebnisse auf internationalen Konferenzen und veröffentlichen sie in anerkannten, wissenschaftlichen Journalen.

In welchem Bereich studieren bzw. forschen Sie derzeit?

Zurzeit schreibe ich meine Masterarbeit am Lehrstuhl für medizinische Chemie, Fachbereich Pharmazie. Der Titel meiner Arbeit lautet “Untersuchung der Qualität von Daktacort-Creme in verschiedenen Regionen Tansanias“. (Daktacort-Creme ist ein Mittel gegen Pilzinfektionen)

Wo sehen Sie sich in 5 oder 10 Jahren?

Ich wäre gerne in der Lage eine effektive HPLC-Analysemethode für meine Firma zu entwickeln. Diese Analyseverfahren verbrauchen sehr viele Ressourcen und es ist sehr schwierig, die Vorgaben des Arzneibuches einzuhalten. Ich glaube trotzdem, dass dies der richtige Weg ist, um die Qualität der in Tansania produzierten Medikamente zu verbessern, deshalb möchte ich mich in diesem Bereich spezialisieren.

(Die HPLC ist ein Flüssigchromatographie-Verfahren, mit dem man Substanzen trennen und die genaue Konzentration bestimmen kann. Im Unterschied zur Gaschromatographie, die eine sehr gute Trennmethode für verdampfbare Stoffe ist, können mittels HPLC auch nicht flüchtige Substanzen analysiert werden.)

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