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Hingeschaut Zika-Virus: Fragen und Antworten

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den globalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Schätzungen zufolge haben sich bereits 1,5 Millionen Menschen infiziert. Bei der bei Erwachsenen vergleichsweise harmlos verlaufenden Tropenkrankheit kommt es nur selten zu Komplikationen. Gefährlich kann eine Zika-Infektion für Schwangere sein.

Wird das Virus auf das ungeborene Kind übertragen, führt es vermutlich zu einer Fehlbildung des Kopfes und Gehirns. Die meisten Kinder sind geistig schwer behindert. Noch gibt es keine Medikamente, um die Krankheit zu behandeln. action medeor hat Fakten über Zika zusammengestellt:

Was ist das Zika-Virus?

Das Virus wurde 1947 im Zika-Wald in Uganda bei Affen entdeckt, fünf Jahre später wurde es bei Menschen nachgewiesen.

Wie wird das Zika-Virus übertragen?

Das Zika-Virus wird hauptsächlich durch die Gelbfiebermücke Aedes aegypti übertragen, aber auch durch die Asiatische Tigermücke Aedes albopictus. Darüber hinaus vermuten Experten, dass das Virus auch durch Geschlechtsverkehr und über Blut übertragen wird.

Wo kommen die Aedes-Mücken vor?

Die Gelbfiebermücke lebt in tropischen und subtropischen Regionen, die Asiatische Tigermücke findet man auch in Gebieten mit kühleren Temperaturen. Sie ist mittlerweile auch in Europa wie in z.B. in Süddeutschland ansässig.
Die weiblichen  Mücken legen ihre Eier in Pfützen ab, bzw. überall dort, wo Wasser steht: in Mülltonnen, Blumentöpfen oder in einem stehen gelassenen Glas Wasser. Aus den Eiern schlüpfen binnen weniger Tage Larven.

Wie kann man sich vor einer Ansteckung schützen?

Es gibt zurzeit keine Impfung gegen eine Infektion mit dem Zika-Virus. Es können lediglich die Symptome mit Schmerz- und Fiebersenkungsmitteln behandelt werden.

Man kann nur versuchen, die Ausbreitung des Erregers zu verhindern, also die Mücke bekämpfen -  Präventionsmaßnahmen sind das Austrocknen von Pfützen,  Mückennetze vor Fenster spannen und nachts unter einem Moskitonetz schlafen. Da die Mücken anders als Moskitos, die Malaria übertragen, auch tagsüber stechen, sollte man stichfeste Kleidung tragen und Insektenschutzmittel anwenden. Zika-Januar

Schädlingsbekämpfer wie z.B. in Peru oder Brasilien setzen für Wohnungen und Häuser Begasungsmittel ein. 

 

„Zika virus infections worldwide“ von Furfur - Lizenziert unter CC-BY-SA 4.0 über Wikimedia Commons