Aktuelle Seite:

Hingeschaut Überleben im syrischen Krieg

Eine syrische Frau, die Opfer des Krieges wurde.

Eine syrische Frau, die Opfer des Krieges wurde.

Kein Tag vergeht ohne Nachrichten über Flüchtlinge, die unter großen Strapazen ihre Heimat verlassen haben.

Dabei geraten die rund 16 Millionen Syrer, die noch immer in ihrem Land ausharren, gelegentlich in Vergessenheit. Doch nicht bei action medeor, denn bereits seit 2012 werden regelmäßig Hilfslieferungen nach Syrien gesendet. Trotz aller Bemühungen mehren sich die Hilferufe der syrischen Ärzte.

„Der Krieg fordert immer mehr Verletzte, es ist schrecklich. Die Patienten kommen zu uns, weil sie auf Hilfe hoffen. Aber oft fehlen uns die entscheidenden Medikamente und wir können nichts tun…“. Diese Nachricht eines Arztes erreichte action medeor kürzlich aus einem syrischen Krankenhaus. Die Stadtbilder Syriens sind geprägt von Ruinen. Häuser sind eingestürzt und begraben die Straßen unter ihren Trümmern. Doch nicht nur Wohnhäuser, sondern auch Krankenhäuser und Gesundheitszentren sind zerstört und das syrische Gesundheitssystem liegt am Boden.

Sowohl viele Mediziner als auch Pflegepersonal, Apotheker und Laboranten sind bereits aus Syrien geflüchtet. Die wenigen verbliebenen Ärzte und Ärztinnen können oft nur wenig ausrichten, denn es fehlen viele wichtige Medikamente und Verbrauchsmaterial. Verletzte können dadurch nicht behandelt werden, Menschen mit chronischen Beschwerden leiden unnötig und Kinder sterben an leicht heilbaren Krankheiten.

Darum sendet action medeor trotz des hohen Risikos regelmäßig die am dringendsten benötigten Hilfsgüter in syrische Krankenhäuser. Dank der starken Partner vor Ort und der strengen Geheimhaltung der Transportwege erreichen die Hilfslieferungen die Krankhäuser und somit die Bevölkerung.

„Wir sind so dankbar für diese Hilfe“, berichtet einer der syrischen Ärzte. „Vorher mussten wir die Patienten an ein anderes Krankenhaus verweisen. Doch für viele ist der Weg zu weit und vor allem sehr gefährlich. Wir arbeiten weiter, auch wenn unsere Klinik mehrmals bombardiert wurde. Doch immer wieder fehlen uns die gängigsten Medikamente.“