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Hingeschaut Togo: Unterwegs im Kampf gegen Malaria

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    In Togo bringen ausgebildete Gesundheitshelferinnen und -helfer medizinisches Wissen und tatkräftige Hilfe zu den Bewohnern.
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    Gesundheitshelferin Mlope Kafui erklärt, dass Pfützen gefährliche Brutstätten sind.
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    action medeor-Mitarbeiterin Andrea Eller hilft bei der Verteilung von Moskito-Netzen.
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    Schlafstätte unter einem Tisch – Gesundheitshelfer führen vor, wie ein Moskito-Netz befestigt werden muss.
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    Seit die Gesundheitshelferinnen und -helfer nützliches Wissen in die Dörfer bringen, können sich die Menschen viel besser vor Malaria schützen.

Im kleinen afrikanischen Land Togo sind unsere Gesundheitshelfer unermüdlich im Einsatz. Denn immer noch sterben hier viel zu viele Menschen an Malaria. Schnelle Hilfe und Informationen zum Schutz vor Malaria können viele Leben retten.

Tovegan, ein kleines Dorf im Süden Togos: Unter einem Dach aus Palmblättern tagt das Dorfkomitee – eine Gruppe aus lokalen Autoritäten, Frauen, Männern und Jugendlichen. Gesundheitshelferin Mlope Kafui plant mit den Dorfbewohnern, welche Aktionen künftig gemeinsam durchgeführt werden sollen. Das Ziel: Hilfe zur Selbsthilfe – die Gesundheitsvorsorge der Dorfbewohner soll verbessert werden. 

Im Einsatz: 150 Gesundheitshelfer in 50 Dörfern

Mlope Kafui ist eine von 150 Frauen und Männern, die für unsere Partnerorganisation 2AD (Amitié et Action pour le Développement – Freundschaft und Tat für die Entwicklung) in Togo im Einsatz sind. In 50 Dörfern des Landes bringen die ausgebildeten Gesundheitshelferinnen und -helfer medizinisches Wissen und tatkräftige Hilfe zu den Bewohnern. Sie erklären, wie man sich vor Malaria oder auch Aids schützt, wie man die Krankheiten erkennt und wie man sich im Falle einer Infektion verhalten muss.

Jede Minute stirbt ein Kind an Malaria

Malaria ist eine lebensbedrohliche Infektionskrankheit. Die Erkrankten leiden meist an Fieber, Kopfschmerzen und Schüttelfrost. In schweren Fällen führt die Malaria zu Blutarmut, Koma und schließlich zum Tod. In Togo ist Malaria Hauptursache für den Tod von Kindern, obwohl die Patienten mit einer Behandlung, die nur einen Euro kostet, wieder völlig gesund werden könnten. Der Grund: Die Gesundheitsversorgung reicht nicht aus. Für 1.000 Einwohner gibt es oft nicht einmal einen Arzt, Pharmazeut oder Krankenpfleger.

Malaria-Risiko: Die Anopheles-Mücke

Die Malaria-Erreger gelangen durch die Stiche der Anopheles-Mücke in das menschliche Blut. Der Schutz vor den oft tödlichen Stichen ist somit der erste Schritt zu mehr Gesundheit! Eine offene Regentonne und selbst eine kleine Pfütze können ideale Brutstätten für die Anopheles-Mücke sein. Die Gesundheitshelfer schauen deshalb, wo sich in der Nähe der Häuser solche gefährlichen Brutstätten befinden und warnen die Familien vor den gefährlichen Folgen. Zudem treffen sich die Dorfbewohner – ausgestattet mit Schubkarren und Schaufeln – regelmäßig um Wasserlöcher und feuchte Stellen im Dorf trocken zu legen.

Moskito-Netze als wirksamer Schutz

Wie bringe ich das Moskito-Netz richtig an, damit es auch sicher vor den gefährlichen Mücken schützt? Das ganze Dorf ist aufmerksam dabei, wenn die Gesundheitshelfer den Gebrauch eines Moskito-Netzes vorführen und anschließend an jede Familie zwei Netze ausgeben. Ob dieser wirksame Schutz dann auch immer stetig und richtig eingesetzt wird, prüfen die Gesundheitshelfer bei ihren regelmäßigen Besuchen. Ist bereits ein Dorfbewohner an Malaria erkrankt, sorgt der Gesundheitshelfer für die nötige medizinische Hilfe. 

action medeor schult die Gesundheitshelfer

action medeor sorgt für die Schulung der Gesundheitshelfer und für ausreichend Moskito-Netze. Für ihre Informationsveranstaltungen erhalten die Helfer zudem auch Flugblätter und Plakate. Verstärkend organisieren unsere Partner vor Ort Straßentheater und Radiobeiträge rund um das Thema Gesundheit. Damit die Gesundheitshelfer in ihren Bezirken künftig schneller bei den Familien sind und in kurzer Zeit mehr Hausbesuche machen können, will action medeor außerdem Fahrräder zur Verfügung stellen.

 

Bringen Sie mit Ihrer Spende unseren Kampf gegen Malaria weiter – von Dorf zu Dorf und von Mensch zu Mensch!

  • 40 Euro brauchen wir für Informationsmaterialien wie Infoblätter und Plakate, mit denen die Gesundheitshelfer die Bewohner eines Dorfes informieren.
  • 60 Euro kosten imprägnierte Moskito-Netze, mit denen sich sechs Familien vor den Stichen der Anopheles-Mücke und der Malaria sicher schützen können.
  • 100 Euro kostet ein stabiles Fahrrad, mit dem die Gesundheitshelfer schneller zu den Menschen in den Dörfern gelangen.