Aktuelle Seite:

Hingeschaut Nepal: Hilfe für die Erdbebenopfer

Die Himalaya-Region wurde von einem schweren Erdbeben heimgesucht. action medeor hat sofort reagiert und Hilfslieferungen mit Medikamenten auf den Weg gebracht. 

Das verheerende Erdbeben hat ganze Ortschaften zerstört. Nach derzeitigem Stand sind mehr als 7.000 Menschen ums Leben gekommen, Tausende wurden teils lebensgefährlich verletzt. 

4 Tonnen an Hilfsgütern verschickt

„Wichtig ist, dass die Verletzten schnell versorgt werden“, betonte Vorstandssprecher Bernd Pastors. Darum hat action medeor unmittelbar nach der Katastrophe über vier Tonnen an Hilfslieferungen für die erste medizinische Notversorgung gepackt. Darin enthalten: Verbands- und Nahtmaterialien, chirurgisches Besteck, Schmerzmittel, Antibiotika und Spritzen. Diese wurden von der Partnerorganisation I.S.A.R. aus Duisburg ins Erdbebengebiet gebracht. Weitere große Hilfssendungen wurden für zwei Bündnispartner von Aktion Deutschland Hilft, den Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und die Malteser, zusammengestellt.

Medikamente und Wasserfilter für nepalesisches Krankenhaus

Auch nepalesische Partner wurden mit Hilfsgütern versorgt. Für das Shanti-Sewa-Griha-Krankenhaus in Kathmandu von der Shanti Leprahilfe hat action medeor eine große Sendung mit Medikamenten und medizinischem Equipment auf den Weg gebracht. Dabei sind auch PAULs, große Wasserfilter, um die Menschen mit trinkbarem Wasser zu versorgen,“ erklärte Bernd Pastors. Das Krankenhaus ist unbeschädigt geblieben und jetzt eine Anlaufstelle für die vielen Verletzten.

Medikamentenverteilerstelle in Planung

Angesichts der gewaltigen Zerstörungen plant action medeor außerdem, in Nepal eine Medikamentenverteilerstelle einzurichten. Ziel ist es, die Betroffenen noch schneller und bedarfsgerechter mit Medikamenten versorgen zu können.  

Bitte unterstützen Sie die Nothilfe von action medeor mit Ihrer Spende.

So hilft Ihre Spende

  • 50 Euro von 200 Spendern finanzieren ein sogenanntes Emergency Health Kit, mit dem 10.000 Verletzte in Nepal medizinisch versorgt werden können.
  • 1.000 Euro kostet eine transportable Wasseraufbereitungsanlage PAUL.

Christoph Bonsmann und Ralf Deutzkens über den Stand der Hilfe am 26.04.2015

Was ist ein Emergency Health Kit?

Im 4.000 Quadratmeter großen Medikamentenlager in Tönisvorst stehen für die Soforthilfe immer Emergency Health Kits bereit, die innerhalb weniger Stunden versandfertig sind. Mit den 938 Kilo schweren Notfallpaketen können kurzfristig bis zu 10.000 Menschen drei Monate lang medizinisch versorgt werden. Die Inhalte richten sich nach den Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Enthalten sind unter anderem Basismedikamente wie Schmerzmittel, Antibiotika, Verbandsmaterialien, Infusionslösungen und Wasserentkeimungstabletten.

Foto: Eine Familie in Kathmandu trauert um ein Familienmitglied, das bei dem Erdbeben am 25. April 2015 ums Leben gekommen ist. © dpa