Schützt die Kinder: Malaria-Bekämpfung am Nyassasee in Tansania

Die Region Ruvuma am Nyassasee in Tansania gilt als Malaria-Hochrisikogebiet. Malaria und die damit verbundene Anämie sind die häufigsten Erkrankungen bei Kindern und die Haupttodesursache in der Region. Die Gesundheitsversorgung in der Region ist unzureichend. Es gibt nur wenige Einrichtungen, die Malariadienste anbieten.

Dank des großen Engagements der action medeor-Botschafterin Anke Engelke und finanzieller Unterstützung der RTL-Stiftung „Wir helfen Kindern“ wurde die Gesundheitsstation in Lituhi um eine neue Kinderabteilung, ein neues Labor und eine Mutter-Kind-Station erweitert und bestehende Gebäudeteile renoviert. Vier weitere Gesundheitsstationen am Ufer des Nyassasees werden zudem renoviert und mit medizinischen Kleingeräten und Medikamenten ausgestattet.

Zum besseren Schutz vor Malaria haben diese Kinder imprägnierte Moskitonetze erhalten.

Neben der Verbesserung der Gesundheitsversorgung initiierte medeor gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation ein umfassendes Programm zur Malaria-Aufklärung in allen Gemeinden entlang des Nyassasees. Dazu werden Gesundheitsbotschafter ausgebildet, die ihr Wissen über Malaria-Vorsorge, -Symptome und -Behandlung an die Mitglieder ihrer Gemeinde weitergeben. Die 60.000 Menschen im Projektgebiet lernen, wie sie Malaria-Infektionen vermeiden können und wie sie im Krankheitsfall richtig handeln.

Aktuell führt medeor eine große Präventionskampagne durch, bei der 10.000 Moskitonetze in 50 Gemeinden verteilt werden. Die Kampagne findet in enger Kooperation mit Schülerinnen und Schülern aus der Projektregion statt, die Lieder und Tänze zur Aufklärung über Malaria entwickeln und diese für ihre Mitschüler und andere Dorfbewohner aufführen.