Benin: Eine Blutbank rettet tausenden Malariapatienten das Leben

Gohomey in Benin ist eines der vielen Malariagebiete Afrikas. In der Gesundheitsstation vor Ort werden jährlich rund 14.000 Patienten medizinisch versorgt – davon 6.000 mit Malaria. Sechs von zehn Malariakranke sind Kinder und Jugendliche. Gerade bei jungen Patienten ist schnelle Hilfe überlebensnotwendig. Denn die Malariaerreger greifen die roten Blutkörperchen an und zerstören sie. Blutarmut bis hin zum Koma sind die Folgen. Eine Bluttransfusion kann in solchen Fällen die einzige Rettung bedeuten. Doch sichere Blutkonserven waren knapp in Gohemey – bis im Jahr 2009 mit Unterstützung von action medeor eine Blutbank aufgebaut wurde.

Das Projekt im Überblick

  • Ort: Gohomey, Benin
  • AnsprechpartnerIn: Susanne Schmitz
  • Bereich: Malaria
  • Laufzeit: 2009 bis 2010
  • Partner: Pro Humanität e.V.

Sicheres Blut für Malariapatienten

Eine gute Blutbank braucht mehrere Dinge: gut ausgebildete Mitarbeiter, sichere Testverfahren und ausreichend Spenderblut. Die Blutbank in Gohomey hat das alles. Das neue Testgerät ELISA liefert zuverlässige Ergebnisse hinsichtlich des Vorkommens von HI-Viren im Blut und sorgt so für sichere Blutkonserven. Die Mitarbeiter im Labor sind von medeor an dem Gerät und in weiteren Verfahren der Blutkonservierung und -lagerung geschult worden. Blutspendenaktionen, bei denen Spender über die Notwendigkeit des Blutspendens aufgeklärt werden, sorgen für ausreichend Spenderblut in der Bank. Als besonders effektiv haben sich dabei mobile Blutspendenaktionen in Schulen erwiesen. Auch Radiosendungen, die vom Chefarzt der Krankenstation Gohomey zu den Themen „Freiwillige kostenlose Blutspende“ und „Malariaprävention“ aufgezeichnet wurden, informieren über die Blutbank und die Möglichkeit zu spenden.

Rettung für zigtausende Menschen

Dank der vielen Projektaktivitäten ist die Blutbank von Gohemey heute stets gut gefüllt. Auch in besonders kritischen Zeiten, wie während der Hochsaison der Malaria ab Juni jeden Jahres, zeigt sich, dass die Blutbank funktioniert.

Viele Menschen, die noch vor ein paar Jahren durch Blutarmut nach einer Malariainfektion gestorben wären, können heute gerettet werden.